Bestimmt hast Du manchmal das Gefühl, dass sich die Anforderungen, die an Dich gestellt werden, wie Berge vor Dir auftürmen. Du denkst: „Wie soll ich das nur alles schaffen?“

Ausserdem bist Du mit dem Ergebnis meist nicht so zufrieden, wie Du es gerne wärst – Du weisst genau, dass Deine Lehrer und Eltern wieder meckern werden. Dabei würdest Du doch selbst gerne bessere Resultate erzielen! Was kannst du dagegen tun?

Ein Stapel Bücher - die Anforderungen türmen sich auf

Der Berg der Anforderungen erscheint unüberwindbar

Wenn Du den riesigen Berg Hausaufgaben vor dir siehst, bist Du gleich entmutigt. Eigentlich möchtest Du am liebsten sofort aufgeben. Was nützt es denn, wenn Du Dich durch diesen Haufen durchquälst? Am Ende hast Du meist das Gefühl, dass Du zwar die Erwartungen Deiner Eltern und Lehrer dem Buchstaben nach erfüllt hast, aber was hast Du wirklich gelernt? Ist etwas hängengeblieben? Wir lernen besser, wenn wir motiviert sind, wenn uns das, was wir lernen Spaß macht! Wann hattest Du das letzte Mal beim Lernen Spaß? Ich hoffe, Dir fällt jetzt mindestens ein Beispiel aus der Schule dazu ein. Aber selbst wenn Du Dich nicht an Spaß in der Schule erinnern kannst, bin ich sicher, dass Du schon einmal die Bedienung eines neuen Computerspiels gelernt hast. Das ging sicher ganz leicht und Du hattest viel Spaß dabei. Es geht also!

Statt Spaß beim Lernen zu haben, vermeidest Du es wahrscheinlich so lange wie es Dir möglich ist, Dich mit Deinen Aufgaben zu beschäftigen. Du lässt Dich gerne ablenken, denn alles andere ist besser als diese elenden Aufgaben. Wenn sie nur endlich erledigt wären!

Aber natürlich kommst Du diesem Ziel auf diese Weise keinen Schritt näher. Das ist Dir auch klar, aber es fällt Dir einfach so entsetzlich schwer. gibt es denn Strategien, die Dir dabei helfen können, die Last der Hausaufgaben und anderer Aufgaben für Dich scheinbar und tatsächlich zu reduzieren? Wie kann ich mehr Spaß beim Lernen haben?

Anforderungen in kleine Schritte aufteilen

Lösungsansätze zum Reduzieren der Anforderungen

„Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt“ (Laotse)

Was sagt uns dieser oftzitierte Satz? Wenn wir einen Berg an Anforderungen in kleine Schritte aufteilen, erscheinen sie uns längst nicht mehr so unüberwindbar.

Wenn du also Mathematik, Englisch, Deutsch und Geschichte erledigen musst, mache Dir zuerst einmal eine Aufgabenliste. Lasse unter den großen Aufgabenpunkten noch viel Platz – Du willst diese Punkte noch in kleinere Schritte aufteilen.

Hausaufgaben Beispiel

Welche Fächer sind zu erledigen?
So beginnt die Einteilung in einzelne Schritte.

die Hausaufgaben werden präzise notiert

Welche einzelnen Aufgaben sind zu erledigen? Alles muss genau aufgeschrieben werden. Wenn eine Aufgabe erst in einigen Tagen fällig ist, kann sie in kleine Teile aufgesplittet werden: Vokabeln in Englisch.

5 Vokabeln pro Tag sind doch gar nicht so schlimm, oder? Wichtig ist jetzt nur: dran bleiben!

eine ungeliebte Aufgabe wird in einzelne Unterpunkte aufgesplittet

Meist gibt es besonders ungeliebte Fächer – hier wäre es Mathematik. Solche Aufgaben werden dann in besonders kleine Schritte unterteilt. Vielleicht brauchst du bei einigen Dingen etwas Unterstützung? Versuche vorher genau festzulegen, was Du alleine können müsstest und wann Du Hilfe brauchst. Wer kann sie Dir geben?

Anforderungen anpassen

Gerade wenn Du besondere Schwächen hast – wenn Du diesen Artikel liest, leidest Du wahrscheinlich unter ADS – ist es wichtig, dass Du Dich beim Lernen von diesen Schwächen nicht herunterziehen lässt. Deine Eltern können Dich dabei unterstützen. Dazu musst Du aber mit ihnen zusammenarbeiten. Zeige ihnen, was Du alles getan hast. Wichtig ist, dass sie sehen, dass Du wirklich gearbeitet hast. Wenn es einmal wirklich zu viel war, können sie Dir eine Entschuldigung schreiben – das sollte aber die Ausnahme bleiben. Sprich mit ihnen ab, wieviel Zeit Du mit den Hausaufgaben verbringen solltest – und diese Zeit darfst Du nicht mit „In die Luft gucken“ vertrödeln! Wenn sie sehen, dass Du Dich wirklich bemühst, geben sie Dir sicher auch noch Freizeit – die ist nämlich ebenfalls enorm wichtig!

 

 

Anforderungen in Absprache mit den Lehrern anpassen

Wenn Du (und Deine Eltern) Deinen Lehrern gegenüber klar machst, dass Du ab jetzt die Lernziele erreichen willst, werden sie hoffentlich offen neuen Methoden gegenüber sein. Überlegt gemeinsam, welche Aufgaben wie angepasst werden können, damit Du Dich auf das wirkliche Lernziel konzentrieren kannst, statt von Deinen Schwächen zurückgehalten zu werden.

Ein Beispiel dazu: Schüler, die unter ADS leiden, haben oft Schwierigkeiten damit, wenn sie Aufgaben mal auf die eine, mal auf die andere Art und Weise lösen sollen. Warum sollten sie also zwei verschiedene Varianten üben, wenn sie besser mit nur einer Strategie zurechtkommen?

Rechenschwäche

Gerade in dern Mathematik ist das wichtig – besonders wenn Du auch noch eine Rechenschwäche hast. Beschränke Dich auf einen Weg und trainiere diesen gründlich.

Textaufgaben sind oft eine große Hürde. Teile Dir Textaufgaben in kleine Arbeitsschritte ein, wie Du es oben gesehen hast. Lies zuerst einmal den Text durch. Wenn das ein Problem darstellt, lass ihn Dir vorlesen. In diesem Fach sollst Du Rechnen lernen, nicht Lesen! Auch für Klassenarbeiten müsste sich eine Lösung finden lassen.

  • Engagierte Lehrer könnten Dir beispielsweise den Text der Aufgabenstellungen auf Band sprechen und Dir die Aufnahme für die Arbeit zur Verfügung stellen.
  • Ihr könntet Euch in eurer Klasse auch zusammentun – einer der Schüler, die gut lesen können, stellt den anderen die Aufgabenstellungen auf Whatsapp oder einem anderen Medium zur Verfügung. Wichtig ist, dass Du lernst, Textaufgaben zu lösen, denn diese Art von Aufgaben wirst Du auch später im Leben im Alltag brauchen.
  • Mache Dir als Nächstes eine Skizze zur Aufgabe. Lehrer können an dieser Skizze bereits sehen, wieviel Du verstanden hast. In Klassenarbeiten erhältst Du oft schon darauf Punkte.
  • Jetzt schreibst Du genau auf, welche Größen Du schon kennst (Gegeben) und welche nicht (Gesucht).
  • Dann überlege, wie Du das, was Du über die Größen aus der Aufgabenstellung weißt, verarbeiten kannst. Denk daran, dass Du alles verarbeitest, damit Du die Aufgabe auch lösen kannst!
  • Hoffentlich erhältst Du nach einigem Rechnen dann eine Lösung, die Du ordentlich als Antwort notieren kannst.

 

Leserechtschreibschwäche

Wenn Du Schwierigkeiten mit dem Lesen hast, stellst Du wahrscheinlich fest, dass Du nach dem Erlesen mehrerer Worte am Ende schon wieder die ersten Worte vergessen hast. Die moderne Technik kann Dich dabei hervorragend unterstützen! Wenn Du einen Text lesen willst, nimm ein Aufnahmegerät und sprich jedes Wort, das Du entziffert hast, in dieses Gerät. Am Ende kannst Du Dir den gesamten Text noch einmal anhören. So hast Du den Text selbstständig erlesen und brauchst keine Unterstützung von anderen.

Wenn Du Probleme mit dem Schreiben hast, solltest Du einmal ausprobieren, ob das Arbeiten mit einem Computer Dir diese Probleme erleichtert. So musst Du Dich nicht ständig von Schreibschrift auf Druckschrift umstellen und oft kommen Schüler mit einem Textverarbeitungsprogramm besser zurecht als mit dem Schreiben mit der Hand.

Wie kann ich mit Anforderungen umgehen, die an mich gestellt werden?

Allgemeine Strategien im Umgang mit Anforderungen

Auch wenn sie unüberwindbar erscheinen, lassen sich große Aufgaben erleichtern:

  • teile große Aufgaben in kleine Schritte auf
  • je unangenehmer die Aufgaben, desto kleiner die Schritte
  • arbeite konzentriert für die Zeit, die Du Dir vorgenommen hast und zeige das Deinen Eltern – bei Überlastung: Entschuldigung im Ausnahmefall
  • konzentriere Dich auf eine Lernstrategie und wechsele nicht – hier ist eventuell eine Absprache mit Deinem Lehrer nötig
  • verwende bei Rechenschwäche und Leserechtschreibschwäche spezielle Hilfen – sei kreativ im Erfinden neuer Hilfen!
  • Lass Dich durch einzelne Schwächen nicht völlig aus der Bahn werfen – Du kannst trotzdem viel Interessantes lernen!

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen