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Homöopathie bis ins hohe Alter

Homöopathie bis ins hohe Alter

Kügelchen nicht nur für Kinder!

Vielleicht haben Ihre Enkel sie schon öfter bekommen – diese kleinen weißen Kügelchen, die angeblich bei allen möglichen Beschwerden helfen sollen. Besonders junge Eltern schwören auf sie und Sie haben sich eventuell gefragt, wie diese klitzekleinen Dinger Ihnen nützen sollen. Wenn Sie dazu weitere Informationen suchen, finden Sie diese auf meiner Seite, beispielsweise ein Video „Wie funktioniert eigentlich Homöopathie?“ oder ein Artikel über den Ablauf einer homöopathischen Behandlung. In diesem Artikel will ich mich allerdings mit den Besonderheiten von Homöopathie auch im hohen Alter beschäftigen, denn auch ältere Menschen können homöopathisch behandelt werden.

Je älter Menschen werden, desto stärker treten chronische Erkrankungen in den Vordergrund. Viele dieser Erkrankungen verbinden wir sogar mit dem Alter, wie Arthrose, Altersdiabetes oder Demenz. Eine homöopathische Behandlung kann dazu betragen, zusätzlich zur konventionellen medizinischen Behandlung Ihre Lebensqualität, auch in höheren Jahren, zu erhalten.

Regelmäßige Einnahme von Medikamenten

Viele ältere Menschen müssen regelmäßig verschiedene Medikamente einnehmen. Wenn diese von verschiedenen Ärzten verordnet wurden, dazu noch Nahrungsergänzungsmittel kommen, die „doch so gesund sein sollen“, dann kann es zu Wechselwirkungen kommen. Wichtig ist, dass von Zeit zu Zeit eine Person überprüfen kann, ob diese Medikamente zusammen passen, oder ob diese Kombination unvorteilhaft ist. Wenn Sie Ihren Arzt oder Heilpraktiker darum bitten, ist es wichtig, dass Sie ihm sämtliche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel mitteilen, die Sie regelmäßig einnehmen. Auch Ihr Apotheker kann das überprüfen.

Eine homöopathische Behandlung kann erfahrungsgemäß dabei helfen, langfristig die notwendige Dosis dieser Medikamente zu verringern. Außerdem kann sie dazu beitragen, unangenehme Nebenwirkungen zu verringern. Wenn ein Medikament Nebenwirkungen verursacht, kann es nämlich auch sinnvoll sein, dessen Dosis zu verringern, statt ein weiteres Medikament gegen die neuen Beschwerden einzunehmen.

Grundsätzlich vertragen sich homöopathische und konventionelle Medikamente im Allgemeinen gut. Wechselwirkungen sind keine bekannt. Sie können sich daher ohne weiteres parallel homöopathisch behandeln lassen.

Homöopathie für die Seele

Eine homöopathische Behandlung unterstützt nicht nur den Körper des Patienten, sondern geht auch auf seine Seele ein. Es geht hier vor allem auch darum, wie Sie als ganzer Mensch leiden und dazu zählen natürlich auch Ihre Emotionen! Ein Homöopath schenkt Patienten vor allem eins: seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Diese bedingungslose Zuwendung erfahren fast alle Patienten als ungemein wohltuend. Aber nur so gelingt es mir als Therapeutin, Sie als Patienten so weit wie möglich zu verstehen und Ihnen das passende homöopathische Mittel zu verschreiben.

Mögliche Probleme im Alter sind:

  • zunehmende Einsamkeit
  • Schamgefühl, wenn nicht mehr alles alleine klappen will
  • Kummer, wenn eine gute Freundin gestorben ist
  • das Gefühl, aus dem eigenen Heim herausgerissen worden zu sein
  • Angst, wie es weitergehen wird, bei zunehmender Hilfsbedürftigkeit
  • usw.

All solche Dinge muss ich bei der homöopathischen Behandlung älterer Patienten berücksichtigen, auch wenn mir ein Patient nicht alles mitteilen kann oder möchte. Nicht immer gelingt das, Homöopathie ist ein großes Stück Detektivarbeit!

Hausbesuche

Gerade im Alter fällt es schwer, einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen. Daher mache ich bei älteren Patienten gerne auch Hausbesuche. So kann ich eventuell auch Betreuer befragen, lerne das Umfeld kennen und kann mich besser auf den Patienten einstellen. Im Bereich Mainz-Laubenheim, Bodenheim und Nackenheim sind Hausbesuche kein Problem. Falls Sie an einem anderen Ort wohnen, fragen Sie bitte einfach nach, ob ich bereit bin, regelmäßig Hausbesuche bei Ihnen zu machen.

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Wie schnell hilft ein homöopathisches Mittel?

Bei akuten Beschwerden erleichtern homöopathische Mittel oft sehr schnell. Sie können auch ohne weiteres parallel zu einer antibiotischen Behandlung oder ähnlichen Medikamenten eingesetzt werden. Bei chronischen Beschwerden werden Sie eine längere homöopathische Begleitung benötigen. Wie weit Sie den Weg der Heilung gehen können, hängt in diesem Falle auch davon ab, wie krank Sie sind. Aber auch wenn es nicht um Heilung, sondern um Linderung der Beschwerden geht, können Sie diesen Weg Schritt für Schritt gehen.

Verreibung in der Homöopathie

Verreibung in der Homöopathie

Verreibungen in der Homöopathie

Wolltest Du schon immer mal die Wirkung eines homöopathischen Mittels an Dir selbst erfahren, ohne dass Du das Mittel einnehmen musst? Dann könnte eine Verreibung der richtige Weg für Dich sein. Durch das lange Reibung der Substanz mit Milchzucker wirkt sie auf Dich ein und Du kannst Deine ganz eigenen, persönlichen Erfahrungen mit dem Medikament machen. Wenn Du nicht weißt, welche Substanz Du verreibst, kannst Du völlig unvoreingenommen wahrnehmen, was während dem langsamen pulverisieren der Substanz passiert. Anschließend kannst Du mit den anderen Teilnehmern besprechen, was Du erfahren hast. Eine Verreibung ist die Chance, ein homöopathisches Mittel direkt zu spüren.

Was mache ich bei einer Verreibung?

Du beginnst mit einer Substanz (ich empfehle in solchen Fällen ungiftige Stoffe), einem Mörser mit Stößel, einer gewissen Menge Milchzucker, sowie einer Karte oder etwas ähnlichem zum Abkratzen des Milchzuckers. In genau vorgeschriebenen Rhythmen verreibst Du abwechselnd den Stoff mit dem Milchzucker und kratzt ihn dann wieder vom Rand des Mörsers ab. Insgesamt reibst und kratzt Du etwa eine Stunde lang. Anschließend hast Du die nächste Potenzstufe des homöopathischen Mittels hergestellt.

Was nehme ich bei einer Verreibung wahr?

Das ist ganz unterschiedlich. Jeder Mensch spürt die Wirkung anders. Ich selbst habe während der Verreibung von Hafer mich regelrecht hypnotisiert gefühlt – ein wirklich seltsames Gefühl. Oder ein anderes Mal wurde ich ausgesprochen müde. Eine Frau, die den Hafer mit mir verrieb, klagte über heftige Schmerzen im verreibenden Arm. Als sie die Hand wechselte, tat plötzlich der andere Arm so sehr weh, dass sie aufhören musste. Sie hatte vorher und nachher diese Art von Schmerzen noch nie gespürt.

Ist eine Verreibung eine Arzneimittelprüfung?

Nein. Bei einer Verreibung nimmst Du das Medikament ja nicht ein. Die Wirkung verfliegt im Allgemeinen innerhalb kurzer Zeit, nur sehr empfindliche Menschen spüren sie länger. Beim Homöopathie-Stammtisch in Mainz werden wir uns im Oktober 2017 mit Verreibungen beschäftigen. Vielleicht hast Du Lust, Dich uns anzuschließen? Oder Du nimmst an der Gratis-Lerngruppe bei e-vidia teil, bei der wir gemeinsam eine den Teilnehmern unbekannte Substanz verreiben. Es ist garantiert ein ungiftiger Stoff, den du auch essen könntest.

 

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Entscheidungen

Entscheidungen

Entscheidungen

warum fallen sie uns manchmal so schwer?

Entscheidungen begleiten unseren Alltag. Soll ich jetzt sofort aufstehen oder bleibe ich noch einen Moment liegen? Ziehe ich lieber den blauen Pullover oder das rote Shirt an? Mit welcher Aufgabe beginne ich meinen Arbeitstag? Ist diese Email später noch wichtig für mich? Das sollen nur ein paar kleine Beispiele sein, was wir in unserem täglichen Leben entscheiden müssen.

Ein Konto für Entscheidungen?

Ich habe in der letzten Zeit verschiedene Podcasts gehört, unter anderem einige von Ivan Blatter. In einem dieser Podcasts wurde – so weit ich mich erinnere – das Konzept des Entscheidungsspeichers eingeführt. Pro Tag haben wir nur eine bestimmte Menge an Entscheidungen zur Verfügung, je mehr sich der Speicher füllt, desto schwerer fällt es uns zu beschließen, was wir tun werden. Ich finde diesen Vergleich nicht schlecht, denn wer über alltägliche Kleinigkeiten immer wieder grübelt, dem fallen vielleicht auch die großen, wichtigen Entscheidungen schwer.

Was können wir dagegen tun?

Wir können die einfachen Dinge zu einer Routine machen. Wenn Du morgens immer um die gleiche Uhrzeit aufsteht, dann musst Du nicht mehr darüber nachdenken, ob Du Dich jetzt aufrappelst oder liegen bleibst. Ich bin selten so müde wie am Wochenende, nachdem ich 2 Stunden im Bett gelegen habe und alle Viertelstunde das Aufstehen vertagt habe.

Auch die Frage, was Du heute anziehst, kannst Du automatisieren. Du kannst beispielsweise am anfang einer Jahreszeit Deine Kleidungsstücke im Schrank sortieren und morgens dann einfach das nächste in der Reihe greifen. Das funktioniert natürlich bei Männern besser als bei Frauen, aber das Grundprinzip bleibt sich gleich. Du musst es ja nicht Barack Obama gleichtun und nur noch die gleiche Sorte Anzüge und Hemden tragen (er hat nur zwei Farben Anzüge, wie ich seit dem Podcast von Ivan Blatter weiß).

Frag Dich einfach, welche Aufgaben Du zur Routine machen kannst, denn auch das spart Punkte im Entscheidungsspeicher! Sobald die Morgenroutine einmal begonnen wurde, wird sie einfach abgespult, wir müssen nicht mehr darüber nachdenken. Meist musst Du in solchen Fällen einmal gründlich über Dein Problem nachdenken, langfristig sparst Du aber Energie. Welche Newsletter könntest Du beispielsweise abbestellen, um sie nicht regelmäßig löschen zu müssen?

Manchen Typen fällt es halt schwerer…

Trotzdem fällt es einigen Menschen schwerer, Entscheidungen zu treffen als anderen. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass ich solche Beobachtungen über Charakterzüge auch bei homöopathischen Arzneimitteln entdecken kann. In der Homöopathie stellen wir fest, dass Menschen, die bestimmte Charakterzüge oder Eigenschaften besitzen, zu gewissen Krankheitsbildern neigen. Unter anderem deshalb gehen wir in einer homöopathischen Anamnese so ausführlich auf die Psyche ein.

Eines der Arzneimittelbilder, bei denen ich deutliche Beziehungen zu Entscheidungsschwierigkeiten sehe, ist Anarcadium orientale. An diesem Arzneimittel kannst Du gut erkennen, warum es so wichtig ist, genau herauszuarbeiten, was einem Menschen an einer Entscheidung schwer fällt. Bei Anarcadium ist es so, dass die Menschen mit sich selbst im Widerstreit stehen. Das geht so weit, dass sie regelrecht das Gefühl haben, ein Engelchen und ein Teufelchen säßen ihnen auf der Schulter und flüsterten ihnen ihre Meinung ein.

Vielleicht gefällt Dir ja meine Sketchnote zum Thema Anacardium. Ich erstelle in der letzten Zeit gerne solche kleinen Grafiken, denn ich finde, dass Bilder meist besser im Gedächtnis hängen bleiben als Text. Homöopathen müssen sich zu den verschienen Arzneimitteln so viele Dinge merken, dass ein paar Bilder wirklich weiter helfen.

Welche Eigenheiten könnten uns daran hindern, Entscheidungen zu treffen?

  • Wenn wir einfach wankelmütig sind, uns je nach Lust und Laune anders entscheiden würden
  • Wenn wir nicht selbstsicher genug sind, um unsere Meinung auch vor anderen zu vertreten und uns daher lieber nach ihnen richten
  • Wenn uns die Fähigkeit fehlt, die Konsequenzen unserer Entscheidung wirklich zu durchdenken und wir daher unsicher sind
  • Wenn wir uns schnell ablenken lassen
  • Wenn wir mit uns selbst in Widerstreit stehen (siehe Anarcadium)

Du siehst, es ist nicht einfach damit getan zu sagen, mir fällt es schwer Entscheidungen zu treffen. Jeder Mensch ist anders und jeder hat seine eigenen Probleme damit.

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Abendroutine – meine persönlichen Erfahrungen

Abendroutine – meine persönlichen Erfahrungen

Mein Weg zu einer Abendroutine

Warum brauche ich eine Abendroutine? Mit welchen Schwierigkeiten muss ich beim Umsetzen kämpfen?

Eigentlich schlafe ich hervorragend. Kaum habe ich das Licht ausgemacht, dauert es nur kurze Zeit, dann bin ich bereits im Land der Träume. Mein Problem liegt nur darin, dass ich – wenn ich einmal mit etwas begonnen habe – mich nur schwer dazu bringen kann, damit aufzuhören und den Lichtschalter zu betätigen. Eigentlich bräuchte ich mindestens 7 1/2 Stunden Schlaf. In der Woche meldet sich der Radiowecker um 5:50 Uhr, also sollte spätestens um 22:30 Uhr Schlafenszeit sein.

Wenn ich zu wenig Schlaf bekomme, bin ich leicht reizbar – vor allem meinen Kindern gegenüber. Ich habe dann weniger Lust, mich neuen Aufgaben zu widmen, wie dem Zusammenfassen komplizierter Grundlagenforschung zur Homöopathie (ein Projekt, das ich schon länger vor mir her schiebe). Ich weiß also genau, dass ausreichend Schlaf wichtig für mich ist, bleibe aber trotzdem immer wieder länger auf, um „noch das Kapitel fertig zu lesen“ – meist werden es 3 oder 4. Wenn ich mich nach einer Homöopathie-Online-Lerngruppe (immer Mittwochs von 21 – 22 Uhr) noch einmal vor den Fernseher fallen lasse, wird es meist 23 Uhr oder später, bevor ich mich wieder aufrappeln kann. Denn eigentlich bin ich um diese Zeit bereits reif fürs Bett.

Wie sieht meine aktuelle Abendroutine aus?

Abends gehe ich normalerweise dann, wenn ich müde werde (so zwischen 21 und 23 Uhr) ins Bad, dann mache ich mich bettfertig, lese noch eine Weile und schlafe dann schnell ein. Das funktioniert ziemlich gut, das Problem ist, damit zu beginnen oder das Licht auszumachen, wenn ich noch eine Weile im Bett lesen wollte.

Das Problem sitzt also an zwei Stellen:

  1. der Beginn der Abendroutine ist nicht festgelegt
  2. es gibt Varianten, die kein klares Ende haben

 

Wie sollte ich meine Abendroutine verändern?

Eigentlich ist eine Abendroutine ein Ablauf von Handlungen, der mit dem Einschlafen enden sollte. Eine Aktion führt zur nächsten und sobald sie gestartet wurde, sollte sie nicht wieder unterbrochen werden. Die meisten Menschen haben – oft ohne es zu wissen – eine bestimmte Routine, mit der sie den Tag abschließen. Dazu kann beispielsweise auch die Einnahme von Medikamenten, das Zähneputzen, Duschen und ähnliches gehören. Besonders sinnvoll ist es, ein solches Ritual bewusste einzusetzen, wenn bestimmte Handlungen in den täglichen Tagesablauf integriert werden sollen. Wie kann ich es schaffen, zu einer bestimmten Zeit das Licht zu löschen?

Der Beginn

Wenn ich spätestens um 22.30 Uhr das Licht löschen will, muss ich um 22 Uhr mit dem Abendritual beginnen. Das sollte mich auch daran hindern, mich um 22 Uhr noch vor dem Fernseher niederzulassen.

Die Lesezeit mit offenen Ende („wenn ich müde bin“)

Ich brauche noch ein Ritual kurz vor dem Einschlafen. Es sollte zeitlich begrenzt sein und den Tag abschließen, auch wenn ich bereits im Bett liege. Dazu bietet sich das Tagebuch schreiben an. Ich habe immer wieder mal Tagebuch geführt – vor allem im Urlaub oder während des Fastens – und gute Erfahrungen damit gemacht.

Tagebuch schreiben als Tagesabschluß

Diesmal will ich den Tag mit mehreren Fragen abschließen, für die ich mich durch einen Artikel von Lars Bobach inspirieren ließ.Folgende Fragen stehen aktuell auf meiner abendlichen Liste:

  1. Was habe ich heute geschafft?
  2. Was habe ich heute mit meiner Familie gemacht?
  3. Was habe ich heute mit meinen Freunden getan?
  4. Habe ich Sport gemacht?
  5. Wofür bin ich dankbar?

Ich bin immer wieder überrascht, dass diese einfachen Fragen an jedem Abend neue, wichtige Erkenntnisse bringen. Dieses schöne Ritual, am Ende des Tages noch einmal auf das Erreichte zurückzublicken und darüber nachzudenken beschließt den Tag auf eine ganz besondere Art und Weise.

Der Tagesabschluß

Ich will Dich hier nicht zum Tagebuch-Schreiben bekehren, finde aber, dass ich durch das Einführen dieses zusätzlichen Programmpunktes weniger Schwierigkeiten habe, den Tag zu beenden. Wenn ich abends noch etwas beginne, stelle ich mir einen Wecker, wann ich mit dem Tagebuch beginnen sollte. Es fällt mir leichter, mit einer neuen Sache zu beginnen, als mit dem Lesen oder Fernsehen oder, oder, oder… aufzuhören.

Meine Erfahrungen mit der neuen Abendroutine

Ich habe bewusst in den Ferien mit der Einführung des Rituals begonnen. So macht es nichts, wenn es zuerst ein paar Anfangsschwierigkeiten gibt.

1. Tag

Ich bin in den letzten Tagen eher später ins Bett gegangen. Daher fällt es mir am ersten Tag schwer, mich an meinen selbst gesetzten Termin (22 Uhr) zu halten. Ich bin noch nicht so richtig müde und schlafe daher schlecht ein. Außerdem bin wache ich früh auf – irgendwie hat das nicht so geklappt, wie es sollte.

2. Tag

Ich bin tagsüber ziemlich müde – kein Wunder, ich habe nun einmal relativ wenig geschlafen. Aber ich halte bis 22 Uhr durch und heute klappt das Einschlafen wieder wie gewohnt. Für das Tagebuch-Schreiben sollte ich mir langfristig aber ein paar weitere Fragen überlegen, damit es abwechslungsreich bleibt.

3. Tag

Genauso hatte ich mir das vorgestellt: ich habe mich schnell an die neue Routine gewöhnt. Erstmalig gibt es heute eine Herausforderung: die Familie sitzt vor dem Fernseher und sieht einen Film, der mich nicht interessiert. Also verziehe ich mich frühzeitig mit einem Buch ins Bett. Werde ich es schaffen, um 22 Uhr mit dem Tagebuch zu beginnen? Es klappt hervorragend. Ich stelle mir einen Wecker (das darf ich natürlich nicht vergessen).

Die erste Bewährungsprobe hat die neue Abendroutine bestanden. Ich werde weiter beobachten, ob sie sich bewährt.

Ergänzung ein paar Tage später

Ich stelle fest, dass Termine, die die übliche Zeiten durcheinander bringen, schlecht für das Einhalten der Abendroutine sind. Wir waren zwei Tage weg – ich hatte bereits akzeptiert, dass ich meine übliche Routine bei der Hotelübernachtung wahrscheinlich über den Haufen werfen würde. womit ich aber nicht gerechnet hatte, war, dass auch der erste Abend zu Hause zum Ausnahmezustand wurde… wichtig ist meiner Meinung nach vor allem, dass du ganz klar und deutlich eine Entscheidung triffst: heute ist ein Tag außer der Reihe oder heute kehrt der Alltag mit seinen Ritualen wieder ein.

Das gilt logischerweise auch für Morgenoutinen. die Ferien sind vorbei, daher gilt jetzt wieder das übliche Morgenritual. Wenn Du das ganz bewusst festlegst, verfällst Du automatisch wieder in die üblichen Abläufe. du spulst ohne groß nachzudenken eine Aktion nach der anderen ab. Keine bewussten Entscheidungen mehr, denn alles läuft von alleine, wie das Zähne putzen und ausziehen.

Fazit: Ausnahmezustände als solche kennzeichnen, dann fällt es leicht wieder in den Alltag zurückzukommen, wenn die Ausnahmesituation beendet ist.

 

 

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