Wechseljahre und Homöopathie

Wechseljahre und Homöopathie

Wechseljahre und Homöopathie

Die Wechseljahre sind eine Zeit des Umbruchs im Leben einer Frau. Alles verändert sich. Einige haben damit wenig Probleme, andere werden regelrecht aus der Bahn geworfen. Wie geht es Dir damit? Hast Du vielleicht schon darüber nachgedacht, homöopathische Hilfe zu suchen? In diesem Artikel möchte ich Dir ein wenig bei dieser Entscheidung helfen und dir noch andere, weiterführende Tipps geben.

Was sind die Wechseljahre?

In unserem Leben gibt es eine vorbestimmte Zeit, die für die Fortpflanzung bestimmt ist: die Zeit zwischen der Pubertät mit der ersten Menstruation und der letzten Menstruation, der Menopause. Unser Körper hat dafür einen bestimmten Vorrat an Eizellen vorbereitet, der irgendwann aufgebraucht ist. Das ist die natürliche Grenze unserer Fruchtbarkeit. In unserer fruchtbaren Zeit durchlaufen wir jeden Monat einen Zyklus der Vorbereitung auf ein neues Leben, jeden Monat ist eine Schwangerschaft möglich oder das alte Nest (die zusätzlich aufgebaute Gebärmutterschleimhaut) wird abgebaut und gereinigt. Bei diesem Kreislauf der Frau helfen uns verschiedene Hormone und diese beeinflussen nicht nur unsere Fortpflanzungsorgane, sondern unseren gesamten Körper.

Wenn also gegen Ende unserer fruchtbaren Phase dieser Kreislauf der Hormone ebenfalls zur Neige geht, müssen wir uns an diese veränderten Bedingungen gewöhnen. Viele Frauen haben keine großen Beschwerden während dieser Zeit. Ein gewisser Anteil hat aber heftige Probleme mit der Umstellung und es kommt zu den typischen Wechseljahrsbeschwerden, wie

  • Hitzewallungen
  • Schlafstörungen
  • Gewichtszunahme
  • trockener Haut
  • usw.

Nicht immer lässt die Hormonproduktion langsam nach, manchmal kommt es auch zu einer regelrechten „Torschlusspanik“, wenn mehrere Eizellen gemeinsam reifen (daher auch die höhere Wahrscheinlichkeit für Zwillingsgeburten bei älteren Frauen), so dass alles noch mehr aus den Fugen gerät. Üblicherweise gibt es in den Wechseljahren auch eine Phase, in der das Östrogen längere Zeit deutlich dominiert. Je nachdem, wie Du dich an diesen veränderten Hormonspiegel anpassen kannst, wie gut du ihn zulassen kannst, treten dann Anpassungsprobleme auf, die sich in den oben genannten Beschwerden äußern.

Veränderte Lebenssituation

Oft trägt die drastische Veränderung unseres Lebens noch zusätzlich zu unseren Anpassungsschwierigkeiten bei. Etwa 30 Jahre lang haben wir unser Leben oft zu einem großen Teil unseren Nachkommen gewidmet. Wir haben eigene Ziele und Wünsche hintenan gestellt und statt dessen dafür gesorgt, dass „unsere Kinder es gut haben würden“. Meist gehen die Wechseljahre einher mit dem Flüggewerden dieser Kinder. Sie verlassen das Nest, das wir so lange liebevoll gepflegt haben und uns fehlt jetzt oft ein neuer Sinn im Leben. Wer früher in einer Großfamilie lebte, hatte damit keine Probleme – das Dasein als Mutter ging damals oft nahtlos in ein Leben als Oma über, die sich zur Unterstützung der jungen Familie um die nächste Generation kümmerte. Heutzutage fehlt oft schon die räumliche Nähe, Großeltern sehen ihre Enkel nicht täglich, sondern nur noch zu bestimmten Anlässen und sind längst nicht mehr so in den Alltag der Familien eingebunden.

Eine Frau in den Wechseljahren braucht heute umso mehr einen neuen Sinn im Leben. Wenn ich mir so ansehe, wer in unserer Heilpraktikerschule e-vidia an unserem Homöopathiekurs teilnimmt, sehe ich oft Frauen in diesem Alter – sie suchen vielleicht einen neuen Sinn und das ist gut so. Ihr gesamtes Leben muss neu ausgerichtet werden und eine neue Richtung erhalten. Oft verändert sich auch die Partnerschaft zu dieser Zeit – wenn sich die Frau verändert, wird auch die Beziehung sich neu ausrichten müssen. Manchmal scheitert das und die Ehe geht auseinander. Mit solchen Konflikten bin ich oft konfrontiert, wenn Frauen in den Wechseljahren zu mir kommen. Die körperlichen Beschwerden sind meist nur die Spitze des Eisbergs, die emotionalen Konflikte müssen erst an die Oberfläche geholt werden, damit die Frauen sie bearbeiten können.

 

Was kann bei den Beschwerden helfen?

Ich habe auf der Seite von Yogaeasy.de einen schönen Artikel zu diesem Thema gefunden, bei dem auch Du sicher ein paar Empfehlungen für Dich finden kannst. Yoga kann Dich mehr ins Gleichgewicht bringen, wir können uns darüber unser selbst mehr bewusst werden, wie ich in einem anderen Artikel geschrieben habe. Natürlich eignen sich viele andere Tipps, die ich an anderer Stelle gegeben habe, ebenfalls dazu, sie in dieser Zeit des Umbruchs zu versuchen: Lies Dir dazu beispielsweise meinen Artikel über Schlafstörungen durch.

Nicht nur das Lebensziel müssen wir neu finden, auch den eigenen inneren Rhythmus. Dabei kann uns ein monatlicher Rückzug für ein paar Tage helfen, in denen wir den Alltag Alltag sein lassen und uns mehr auf uns selbst konzentrieren. Ein bis zwei Wellness-Tage im Monat, kombiniert mit ein wenig Yoga und Meditation können manchmal Wunder wirken.

 

Wie kann Homöopathie in den Wechseljahren helfen?

Es gibt ein paar homöopathische Arzneien, die, aufgrund positiver Erfahrungen von Generationen von Homöopathen, vor allem in den Wechseljahren eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem

  • Amylenum nitrosum, ein relativ unbekanntes Mittel, das besonders bei speziellen Hitzewallungen seinen Anwendungsbereich hat
  • Sepia – eine Arznei mit großem Hormonbezug
  • Lachesis – ein Mittel, welches gerade im Klimakterium oft angezeigt ist.

Natürlich sind das längst nicht alle Arzneien, die in den Wechseljahren hilfreich sein könnten. Es handelt sich hier auch nicht um Behandlungsempfehlungen, sondern nur um Beispiele, welche Arzneien gerade in dieser Zeit passen könnten. Bei der Wahl eines passenden homöopathischen Mittels sind gerade in den Wechseljahren so viele Aspekte zu berücksichtigen, dass die Gabe einer Arznei ohne ausführliche Erstanamnese eigentlich unmöglich ist. In diesem etwa 2stündigen Gespräch können zusätzlich zu den körperlichen Beschwerden die emotionalen Probleme und das Beziehungsgeflecht genau besprochen werden. Selbstverständlich gehen die Erkenntnisse daraus auch in die Wahl des passenden homöopathischen Mittels ein. Es ist nun einmal ein Unterschied, ob eine Frau in dieser Phase ihres Lebens extrem eifersüchtig wird, eher gleichgültig gegenüber ihrer Familie oder unter enormen Stimmungsschwankungen leidet. All diese Extreme sprechen für unterschiedliche homöopathische Arzneien. wie erfolgreich ihre Gabe ist, muss dann noch abgewartet werden. Solltest Du es aber einmal versuchen wollen, würde ich mich um einen Termin für ein Kennenlerngespräch freuen.

 

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Zusatzversicherungen für Homöopathie

Private Zusatzversicherung für Homöopathie

In dieser Woche habe ich mal wieder eine Rundmail von meinem Verband, dem VKHD erhalten. Darin enthalten ist ein Hinweis auf eine wirklich informative Seite, auf der alle möglichen Zusatzversicherungen nach dem aktuellen Stand 2018 zusammengestellt sind.

Welche Informationen über Zusatzversicherungen für Homöopathie sind enthalten?

  • eine der wichtigsten Informationen für den Patienten ist natürlich der Preis – für jede der Versicherungen ist der monatliche Beitrag für eine/n 45 jährigen Versicherte/n angegeben. Für einen ersten Preisvergleich sollte das ausreichen.
  • Zusatzversicherungen erstatten im Allgemeinen nicht den vollen Betrag, sondern nur einen gewissen Prozentsatz. Diese können sich deutlich unterscheiden, manchmal existiert auch ein Höchstbetrag pro Jahr.
  • Nicht jede Versicherung erstattet auch die Behandlung beim Heilpraktiker. In dieser Tabelle ist aufgeführt, was für die einzelnen Anbieter zutrifft.
  • Eventuell werden im ersten Jahr nicht alle Kosten erstattet. Auch das variiert von Versicherung zu Versicherung.
  • Einige Versicherer bieten zusätzlich zu den Naturheilkundlichen Leistungen weitere Leistungen an. Sie sind zum besseren Vergleich aufgeführt.

Ich war wirklich begeistert von dieser Tabelle zum Vergleich von Zusatzversicherungen für Homöopathie. Mit ihrer Hilfe können Patienten sicherlich schnell den für sie geeigneten Tarif finden.

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Mikroplastik im Alltag

Mikroplastik im Alltag

Mikroplastik im Alltag

Mittlerweile bin ich sensibilisiert für die Problematik „Mikroplastik im Alltag“ und achte darauf, wenn es mir möglich ist. Vor einiger Zeit hatte ich auf einen Podcast hingewiesen, in dem es um Mikroplastik im Mineralwasser ging. Darin wurde darauf hingewiesen, dass das Wasser in Mehrwegpfandflaschen Mikroplastik enthält. Es wurde die Vermutung aufgestellt, dass die Wände der Flaschen durch die Reinigung angegriffen würden und so feinstes Mikroplastik ans Wasser abgeben könnten. Dieser Podcast beschäftigte mich seither mehr und mehr. Wenn das in der industriellen Reinigung möglich ist – wie sieht es mit Spülmaschinen aus? Wo gibt es noch Stellen in unserem Alltag, wo Plastik eventuell in unsere Nahrung übergeht?

Quellen für Mikroplastik in unserem Alltag

Wenn ich so darüber nachdenke, wo Plastikgefäße mit aggressiven Reinigern in Kontakt kommen, fällt mir spontan die Spülmaschine ein.

Wie viele Plastikgefäße nutzen wir, um Nahrungsmittel aufzubewahren? Ist das wirklich die beste Methode? Oder können auch dort eventuell kleineste Bestandteile des Plastiks in unsere Nahrung übergehen? Ist das beim Spülen mit der Hand ausgeschlossen oder können in diesen Fällen raue Spülschwämme problematisch sein?

Materialien

Bisher habe ich Plastik als eine hygienische Art, Reste aufzubewahren, angesehen. Diese neuen Erkenntnisse lassen mich daran zweifeln. Vielleicht sollte ich meine Vorratsbehälter auf andere Materialien umstellen? Welche eignen sich dafür wohl am besten?

  • gibt es Plastik, das keine Mikroplastik-Partikel abgibt?
  • Aluminium – das versuche ich ebenfalls so weit wie möglich aus meinem Alltag zu verbannen. Ich fürchte hier ebenfalls ein Übergehen von kleinsten Bestandteilen in die Nahrung.
  • Emaille – dieses Material erscheint mir auf den ersten Blick gut geeignet. Aber ist das wirklich so?
  • Glas – würde ich für die beste Wahl halten. Allerdings ist es brüchiger als Plastik.

Also sollten wir hier eine Wahl treffen.

Abrieb

Aber nicht nur aggressive Reiniger können Plastik in unsere Nahrung bringen – wie sieht es mit Plastikbrettchen aus?

Wenn wir Plastikbrettchen beim Zubereiten der Nahrungsmittel verwenden, können wir auf den Brettern feine Schnitte entstehen sehen. Beim Schneien werden also kleine Partikel aus dem Plastik gerissen – wo landen die dann wohl? Natürlich im Essen, das wir gerade zubereiten! Also ist auch das problematisch. Ich habe nach diesen Überlegungen auf Holzbretter umgestellt (für Obst und Gemüse). Fleisch würde ich allerdings aus hygienischen Gründen weiterhin auf Plastikbrettern zubereiten.

Zahnbürsten sind zum Putzen der Zähne gemacht, müssen also Abrieb durchaus aushalten. Sie sollten beim Putzen der Zähne keine feinen Plastikpartikel abgeben.

Aber was heißt hier „sollten“? Wurde das kontrolliert? Gibt es vielleicht Zahnpasta-Sorten, die mehr Abrieb produzieren (Sole-Zahnpasta beispielsweise), für die das nicht gilt? Wie sieht es mit bleichenden Zahnpasten aus? Könnten diese problematisch sein? Ich weiß es nicht.

Fazit

Was sollten wir also tun? Zuerst einmal dort, wo es möglich ist, Plastik durch Materialien ersetzen, die keine Mikropartikel an uns abgeben, sei es über die Nahrung oder anderweitig. Ich finde es auch wichtig, dass wir es möglichst vermeiden, Mikroplastik an die Umwelt abzugeben. Irgendwann landet auch das bei uns.

Seien wir offen für das Thema. Wenn wir Arbeitsabläufe im Alltag finden, die wir als problematisch ansehen, dann sollten wir kritisch über sie nachdenken und sie eventuell anpassen. Es wird uns nicht überall gelingen, aber jeder kleine Teil ist hier wichtig. Aufgeben gilt nicht!

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Epilepsie – Was ist das eigentlich?

Epilepsie - was ist das eigentlich?

Bild von C. Clark [Public domain], via Wikimedia Commons

Epilepsie ist wie Gewitter im Kopf. Das ist ein guter Vergleich, den ich im Podcast von WDR5 Leonardo vom 12.02.2018 hören konnte. Viele Menschen haben nur eine unklare Vorstellung von dieser schwerwiegenden Erkrankung. Das möchte dieser Radiobeitrag ändern und ich gebe diese Informationen gerne weiter.

Bei Epilepsie handelt es sich nicht unbedingt um einen sogenannten „Grand Mal-Anfall“, bei dem der ganze Körper, Arme und Beine zucken und um sich schlagen und treten. Es gibt auch ganz andere epileptische Anfälle, bei denen die Menschen nur kurz abwesend sind und dann mit dem fortfahren, was sie vorher getan haben. Unter anderem muss daher bei ADS-Verdacht immer kontrolliert werden, ob das Fehlen der Konzentration vielleicht auf solche sogenannte Absencen zurückgeht.

Grand Mal-Anfälle

Diese epileptischen Anfälle sehen so aus, wie sich wohl die meisten Menschen ein solches „Anfallsleiden“ vorstellen. Der Mensch beginnt plötzlich zu zucken – das geht manchmal von einer Hand oder einem Bein aus, manchmal bricht er aber auch zusammen und zuckt dann mit sämtlichen Gliedmaßen. Dabei kann er sich unter anderem auch einnässen (die Kontrolle über die Blase geht eventuell verloren). Oft findet sich Schaum vor dem Mund, manchmal kann es sogar zu einem Zungenbiss kommen, vor allem zu Beginn. Ich habe ein schönes Video von einem gespielten Grand Mal-Anfall gefunden, bei dem vor allem auch gezeigt wird, welche Hilfe Umstehende bei einer solchen Situation geben können.

Sollten Sie sich in eine homöopathische Behandlung begeben wollen, wenn Sie an Epilepsie leiden, ist es hilfreich, wenn Sie zur Anamnese ein Video eines solchen Anfalls mitbringen. Lassen Sie auch von Familienangehörigen beschreiben, wie ein solcher Anfall typischerweise bei Ihnen aussieht. Auf folgende Dinge sollten Sie unter anderem dabei achten:

  • wo beginnt der Anfall?
  • wodurch werden sie ausgelöst?
  • Empfindungen dabei oder vorher?
  • verdrehen sich die Augen? Wohin?
  • Zuckungen oder Verkrampfungen? Welche Körperteile?
  • Wie lange dauert er?
  • Schläft der Patient anschließend? Wie lange?

Diese Informationen können auch Neurologen beim Einordnen der Epilepsie helfen.

 

Dieses Video zeigt sehr schön notwendige Maßnahmen bei einem epileptischen Anfall.

Fokale Anfälle

Manchmal zuckt nur ein Arm oder ein Bein längere Zeit ohne das der Patient das kontrollieren kann. Auch das kann ein epileptischer Anfall sein. Er ist in solchen Fällen auf ein kleineres Gebiet im Gehirn beschränkt.

Absencen

Im zweiten Video sehen wir die unauffällige Variante der Epilepsie: die Absencen. Ein Mädchen hat dieses Video online gestellt, in dem es mit sich selbst spricht und offensichtlich immer wieder kurzzeitig abwesend ist. Diese Phasen sind durch „Seizure“ gekennzeichnet. In diesen Augenblicken hat sie kurze Absencen. Sie verliert dann den Faden, sagt selbst, dass „ihr Gehirn nicht funktioniert“.

Solche Anfälle sind schwer wahrzunehmen. Vor allem, wenn sie nicht so gehäuft auftreten wie bei diesem Mädchen. Andere Menschen sagen dann oft „das Kind ist verträumt, unkonzentriert, unaufmerksam“ und fordern es auf, sich doch zusammenzureißen. Dabei kann ein Mensch, der unter Absencen leidet (oft Kinder) nicht kontrollieren, wann sie auftreten. Sie treten unwillkürlich auf.

Wann ist eine homöopathische Behandlung von Epilepsie sinnvoll?

Nicht immer gelingt es, durch konventionelle Medikamente eine Epilepsie „gut einzustellen“, d.h. den Patienten weitgehend von Anfällen zu befreien. In solchen Fällen kann ein homöopathisches Mittel unterstützen. Manchmal sind die Nebenwirkungen der Arzneien so stark, dass über Alternativen nachgedacht werden muss. Vielleicht soll einfach eine zusätzliche Unterstützung gesucht werden. Dann kann eine klassische homöopathische Behandlung eine gute Wahl sein.

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Buchempfehlung Synoptic Key

C. M. Boger: Synoptic Key zur homöopathischen Materia Medica

Buchempfehlung für das Modul I Hausapotheke und Akutbehandlung bei e-vidia

Im Homöopathiekurs Hausapotheke und Akutbehandlung bei e-vidia verwenden wir ab dem 2. Monat Bogers Synoptic Key. Dieses Buch ist ein kondensiertes Repertorium, eine Arzneimittellehre voller wichtiger Informationen und ein tolles Nachschlagewerk. Ohne vernünftige Einführung ist es allerdings relativ schwer zu verwenden. Daher werden wir in unserem Homöopathiekurs eine solche Einführung geben, damit die Teilnehmer gleich voll in die homöopathische Akutbehandlung einsteigen können.

Teile von Bogers Synoptic Key

Analysis

Dieser Teil ist das äußerst kompakte Repertorium des Buches. Hier geht es nicht darum, alle möglichen Arzneien zu finden, die für eine bestimmte Beschwerde passen könnten, sondern die (nach Bogers Erfahrung) häufigsten Arzneien, die für dieses Problem passen könnten. Dabei sind Rubriken oft sehr allgemein gefasst und können auf verschiedene Art und Weise aufgefasst werden.

Beispiel:

LUMBALREGION

kann mehr sein als nur eine Rubrik für Rückenschmerzen. Hier könnten auch ausstrahlende Beschwerden von der Niere abgebildet werden, es kann sich hier um eine allgemeine Schwäche in diesem Bereich handeln mit großer Anfälligkeit für Beschwerden.

Es gibt einige relativ spezielle Rubriken, wie

KEHLKOPF UND LUFTRÖHRE – FASST sich an den

aber auch Rubriken wie

UMSTÄNDE VON VERSCHLIMMERUNG UND BESSERUNG – ABSONDERUNGEN, etc. Amel.

eine Rubrik, die nach Bogers Auffassung relativ weit gefasst ist. Hier können beispielsweise bei Lachesis die Menstruationsblutung, aber auch der Redefluss dazu gehören, wie auch bei Pulsatilla reichliches Weinen, was ebenfalls bessert.

Die Arbeit mit Bogers Synoptic Key erfordert gründliches Kennenlernen dieses Repertoriums. Im Kurs Hausapotheke und Akutbehandlung werden wir nach dem ersten Monat, der rein der Anwendung von 20 Arzneien in akuten Situationen gewidmet ist, die Anwendung dieses Buches üben. Wir werden Fälle besprechen und live im Kurs bearbeiten, was mit einem so knappen Repertorium glücklicherweise längst nicht so lange dauert wie das oft bei dickeren Büchern der Fall ist. Allerdings muss allen Teilnehmern klar sein, dass sich nicht jeder Fall auf diese Weise lösen lässt. Gerade in akuten Situationen, wenn Schnelligkeit auch wichtig ist, kann es aber unersetzlich sein. Ich selbst setze es für solche Situationen schon seit Jahren ein.

 

Synopse

Dieser Teil enthält zum einen eine gewichtete Auflistung der wesentlichen Wirkbereiche der Arzneien, als auch die wichtigsten Modalitäten (Umstände, die verschlechtern oder bessern), ebenfalls je nach Wichtigkeit gekennzeichnet. Anschließend folgt eine äußerst knappe Zusammenfassung der wesentlichen Aspekte, die diese Arznei beeinflussen kann, sowie wichtige Symptome von Kopf bis Fuß. All dies ist auf das Wesentliche des Wesentlichen beschränkt und mit eigenen Erfahrungen von C. M. Boger aus jahrzehntelange Praxis gespickt.

Ergänzungsregister

Hier finden wir, wie der Name schon sagt, ein alphabeteisches Register, es beschränkt sich aber nicht nur darauf. Boger hat hier auch eine ganze Menge Geheimtipps versteckt, Arzneien, deren Wirkungsbereich oft sehr speziell auf einen Bereich beschränkt ist, die hier besonders vermerkt sind. Es sind Arzneien, die zwar für ein bestimmtes Problem nicht besonders häufig vorkommen, wenn dieses Problem aber besonders ausgeprägt ist, kann gerade eine solche spezielle Arznei eventuell die Lösung sein. Hier hat Boger Informationen versteckt, die er sich selbst merken wollte, damit er dann, wenn er es benötigen sollte, darauf zugreifen könnte.

Fazit

Bogers Synoptic Key ist ein tolles Buch für den erfahrenen Homöopathen, aber auch für Einsteiger, die sich über den Vergleich von Arzneien Materia Medica-Kenntnisse erwerben wollen. Wer weiß, wie er damit umzugehen hat, kann mit diesem kompakten Buch viele gute homöopathische Verschreibungen finden.

Wichtiger Tipp: Nur die Neuübersetzung von Jens Ahlbrecht enthält die originale Struktur, in der anderen Übersetzung gehen wichtige Informationen verloren.

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Mikroplastik im Mineralwasser

Mikroplastik im Mineralwasser

Mikroplastik im Mineralwasser

Vor ein paar Tagen habe ich einen Podcast von Leonardo gehört und der hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Wir sind von Plastik umgeben, können scheinbar gar nicht darauf verzichten, auch im Meer findet es sich. Aber die PET-Flaschen, in denen wir üblicherweise Mineralwasser kaufen, hatte ich eigentlich nicht als Quelle für kleinste Plastikteile im Verdacht…

Mikroplastik im Mineralwasser

Die Forscher haben 38 verschiedene Mineralwässer aus Mehrweg-, Einwegflaschen und Getränkekartons untersucht. Mikroplastik fanden sie vor allem in den PET-, also den Mehrwegflaschen. Durchschnittlich fanden sich 120 Plastikpartikel, keine der Proben war frei davon. Mögliche Quellen: die Flaschen und auch die Verschlüsse. 20% der Partikel waren 5 – 20 Mikrometer groß. Unklar ist, welchen Schaden das Plastik in unserem Körper anrichten kann. Ich persönlich möchte aber nicht jahrelang Mikroplastik in mich aufnehmen, da es sich im Körper ansammeln kann. Wir wissen einfach noch nicht, welche Gefahren davon drohen.

Welche Konsequenzen sollten wir also ziehen?

Offensichtlich können wir bei Wasser, das wir in Plastikflaschen kaufen, nicht sicher sein, dass dieses Plastik nicht irgendwie in das Wasser übergeht. Sollen wir deshalb nur noch Leitungswasser trinken? Sollen wir das Mineralwasser in Glasflaschen kaufen – was ein deutlich höheres Gewicht bedeutet? Ich kann darauf keine Patentantwort geben. Sicherlich wäre es sinnvoll, das eigene Leitungswasser einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen und überprüfen zu lassen, wie denn seine Qualität aussieht. Immerhin findet sich Mikroplastik nicht nur im Wasser, sondern überall – selbst in der Raumluft, wie zu Beginn des Podcasts betont wird. Wahrscheinlich sind Glasflachen tatsächlich die beste Alternative. Das muss aber jeder selbst entscheiden.

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