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Mikroplastik im Alltag

Mikroplastik im Alltag

Mikroplastik im Alltag

Mittlerweile bin ich sensibilisiert für die Problematik „Mikroplastik im Alltag“ und achte darauf, wenn es mir möglich ist. Vor einiger Zeit hatte ich auf einen Podcast hingewiesen, in dem es um Mikroplastik im Mineralwasser ging. Darin wurde darauf hingewiesen, dass das Wasser in Mehrwegpfandflaschen Mikroplastik enthält. Es wurde die Vermutung aufgestellt, dass die Wände der Flaschen durch die Reinigung angegriffen würden und so feinstes Mikroplastik ans Wasser abgeben könnten. Dieser Podcast beschäftigte mich seither mehr und mehr. Wenn das in der industriellen Reinigung möglich ist – wie sieht es mit Spülmaschinen aus? Wo gibt es noch Stellen in unserem Alltag, wo Plastik eventuell in unsere Nahrung übergeht?

Quellen für Mikroplastik in unserem Alltag

Wenn ich so darüber nachdenke, wo Plastikgefäße mit aggressiven Reinigern in Kontakt kommen, fällt mir spontan die Spülmaschine ein.

Wie viele Plastikgefäße nutzen wir, um Nahrungsmittel aufzubewahren? Ist das wirklich die beste Methode? Oder können auch dort eventuell kleineste Bestandteile des Plastiks in unsere Nahrung übergehen? Ist das beim Spülen mit der Hand ausgeschlossen oder können in diesen Fällen raue Spülschwämme problematisch sein?

Materialien

Bisher habe ich Plastik als eine hygienische Art, Reste aufzubewahren, angesehen. Diese neuen Erkenntnisse lassen mich daran zweifeln. Vielleicht sollte ich meine Vorratsbehälter auf andere Materialien umstellen? Welche eignen sich dafür wohl am besten?

  • gibt es Plastik, das keine Mikroplastik-Partikel abgibt?
  • Aluminium – das versuche ich ebenfalls so weit wie möglich aus meinem Alltag zu verbannen. Ich fürchte hier ebenfalls ein Übergehen von kleinsten Bestandteilen in die Nahrung.
  • Emaille – dieses Material erscheint mir auf den ersten Blick gut geeignet. Aber ist das wirklich so?
  • Glas – würde ich für die beste Wahl halten. Allerdings ist es brüchiger als Plastik.

Also sollten wir hier eine Wahl treffen.

Abrieb

Aber nicht nur aggressive Reiniger können Plastik in unsere Nahrung bringen – wie sieht es mit Plastikbrettchen aus?

Wenn wir Plastikbrettchen beim Zubereiten der Nahrungsmittel verwenden, können wir auf den Brettern feine Schnitte entstehen sehen. Beim Schneien werden also kleine Partikel aus dem Plastik gerissen – wo landen die dann wohl? Natürlich im Essen, das wir gerade zubereiten! Also ist auch das problematisch. Ich habe nach diesen Überlegungen auf Holzbretter umgestellt (für Obst und Gemüse). Fleisch würde ich allerdings aus hygienischen Gründen weiterhin auf Plastikbrettern zubereiten.

Zahnbürsten sind zum Putzen der Zähne gemacht, müssen also Abrieb durchaus aushalten. Sie sollten beim Putzen der Zähne keine feinen Plastikpartikel abgeben.

Aber was heißt hier „sollten“? Wurde das kontrolliert? Gibt es vielleicht Zahnpasta-Sorten, die mehr Abrieb produzieren (Sole-Zahnpasta beispielsweise), für die das nicht gilt? Wie sieht es mit bleichenden Zahnpasten aus? Könnten diese problematisch sein? Ich weiß es nicht.

Fazit

Was sollten wir also tun? Zuerst einmal dort, wo es möglich ist, Plastik durch Materialien ersetzen, die keine Mikropartikel an uns abgeben, sei es über die Nahrung oder anderweitig. Ich finde es auch wichtig, dass wir es möglichst vermeiden, Mikroplastik an die Umwelt abzugeben. Irgendwann landet auch das bei uns.

Seien wir offen für das Thema. Wenn wir Arbeitsabläufe im Alltag finden, die wir als problematisch ansehen, dann sollten wir kritisch über sie nachdenken und sie eventuell anpassen. Es wird uns nicht überall gelingen, aber jeder kleine Teil ist hier wichtig. Aufgeben gilt nicht!

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Epilepsie – Was ist das eigentlich?

Epilepsie - was ist das eigentlich?

Bild von C. Clark [Public domain], via Wikimedia Commons

Epilepsie ist wie Gewitter im Kopf. Das ist ein guter Vergleich, den ich im Podcast von WDR5 Leonardo vom 12.02.2018 hören konnte. Viele Menschen haben nur eine unklare Vorstellung von dieser schwerwiegenden Erkrankung. Das möchte dieser Radiobeitrag ändern und ich gebe diese Informationen gerne weiter.

Bei Epilepsie handelt es sich nicht unbedingt um einen sogenannten „Grand Mal-Anfall“, bei dem der ganze Körper, Arme und Beine zucken und um sich schlagen und treten. Es gibt auch ganz andere epileptische Anfälle, bei denen die Menschen nur kurz abwesend sind und dann mit dem fortfahren, was sie vorher getan haben. Unter anderem muss daher bei ADS-Verdacht immer kontrolliert werden, ob das Fehlen der Konzentration vielleicht auf solche sogenannte Absencen zurückgeht.

Grand Mal-Anfälle

Diese epileptischen Anfälle sehen so aus, wie sich wohl die meisten Menschen ein solches „Anfallsleiden“ vorstellen. Der Mensch beginnt plötzlich zu zucken – das geht manchmal von einer Hand oder einem Bein aus, manchmal bricht er aber auch zusammen und zuckt dann mit sämtlichen Gliedmaßen. Dabei kann er sich unter anderem auch einnässen (die Kontrolle über die Blase geht eventuell verloren). Oft findet sich Schaum vor dem Mund, manchmal kann es sogar zu einem Zungenbiss kommen, vor allem zu Beginn. Ich habe ein schönes Video von einem gespielten Grand Mal-Anfall gefunden, bei dem vor allem auch gezeigt wird, welche Hilfe Umstehende bei einer solchen Situation geben können.

Sollten Sie sich in eine homöopathische Behandlung begeben wollen, wenn Sie an Epilepsie leiden, ist es hilfreich, wenn Sie zur Anamnese ein Video eines solchen Anfalls mitbringen. Lassen Sie auch von Familienangehörigen beschreiben, wie ein solcher Anfall typischerweise bei Ihnen aussieht. Auf folgende Dinge sollten Sie unter anderem dabei achten:

  • wo beginnt der Anfall?
  • wodurch werden sie ausgelöst?
  • Empfindungen dabei oder vorher?
  • verdrehen sich die Augen? Wohin?
  • Zuckungen oder Verkrampfungen? Welche Körperteile?
  • Wie lange dauert er?
  • Schläft der Patient anschließend? Wie lange?

Diese Informationen können auch Neurologen beim Einordnen der Epilepsie helfen.

 

Dieses Video zeigt sehr schön notwendige Maßnahmen bei einem epileptischen Anfall.

Fokale Anfälle

Manchmal zuckt nur ein Arm oder ein Bein längere Zeit ohne das der Patient das kontrollieren kann. Auch das kann ein epileptischer Anfall sein. Er ist in solchen Fällen auf ein kleineres Gebiet im Gehirn beschränkt.

Absencen

Im zweiten Video sehen wir die unauffällige Variante der Epilepsie: die Absencen. Ein Mädchen hat dieses Video online gestellt, in dem es mit sich selbst spricht und offensichtlich immer wieder kurzzeitig abwesend ist. Diese Phasen sind durch „Seizure“ gekennzeichnet. In diesen Augenblicken hat sie kurze Absencen. Sie verliert dann den Faden, sagt selbst, dass „ihr Gehirn nicht funktioniert“.

Solche Anfälle sind schwer wahrzunehmen. Vor allem, wenn sie nicht so gehäuft auftreten wie bei diesem Mädchen. Andere Menschen sagen dann oft „das Kind ist verträumt, unkonzentriert, unaufmerksam“ und fordern es auf, sich doch zusammenzureißen. Dabei kann ein Mensch, der unter Absencen leidet (oft Kinder) nicht kontrollieren, wann sie auftreten. Sie treten unwillkürlich auf.

Wann ist eine homöopathische Behandlung von Epilepsie sinnvoll?

Nicht immer gelingt es, durch konventionelle Medikamente eine Epilepsie „gut einzustellen“, d.h. den Patienten weitgehend von Anfällen zu befreien. In solchen Fällen kann ein homöopathisches Mittel unterstützen. Manchmal sind die Nebenwirkungen der Arzneien so stark, dass über Alternativen nachgedacht werden muss. Vielleicht soll einfach eine zusätzliche Unterstützung gesucht werden. Dann kann eine klassische homöopathische Behandlung eine gute Wahl sein.

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In vivo-Versuch zu Prostatakrebs

In vivo-Versuch zu Prostatakrebs

In vivo-Studie zu Prostatakrebs

In vivo-Studien sind nicht das selbe wie In vitro-Studien, daher fühlte ich mich beim genaueren Lesen des Artikels zuerst abgestoßen. Allerdings fand ich die Ergebnisse so interessant, dass ich doch wenigstens etwas mehr über sie herausfinden wollte. Mäusen wurden Krebszellen (Prostata- oder Brustkrebs) eingepflanzt. Dann wurden sie in mehrere Kontrollgruppen eingeteilt und jeweils auf unterschiedliche Art und Weise behandelt. Diese Behandlung erfolgte mit Hilfe von homöopathischen Hochpotenzen. Interessant ist, dass durch das Mittel Sabal serrulata ein deutlicher Effekt auf die Prostatakrebszellen zu verzeichnen war.

Vorbereitung der Studie

Die Mäuse erhielten entweder mit Prostata- oder Brustkrebszellen injiziert. Anschließend wurden sie in 5 Gruppen eingeteilt:

  • Gruppe 1 wurde gar nicht behandelt, sie wurden nur gewogen und das Tumorwachstum wurde gemessen
  • Gruppe 2 wurde mit auf C200 potenziertem Wasser behandelt (nach Hahnemanns Methode) – sie erhilten 100 Mikroliter davon.
  • Gruppe 3 wurde mit Sabal serrulata C200 behandelt (100 Mikroliter nach Hahnemanns Methode potenziert)
  • Gruppe 4 wurde mit einem Zyklus verschiedener homöopathischer Mittel therapiert:
    Tag 1: Thuja C1000 (Korsakoff-Potenz)
    Tag 2: Conium C1000 (Korsakoff-Potenz)
    Tag 3: Sabal serrulata C200 (Hahnemann-Potenz)
    Tag 4: Thuja C1000 (Korsakoff-Potenz)
    Tag 5: Conium C1000 (Korsakoff-Potenz)
    Tag 6: Sabal serrulata C200 (Hahnemann-Potenz)
    Tag 7: Carcinosinum C1000 (Korsakoff-Potenz)
    Die Hahnemann- und Korsakoff-Potenzen unterscheiden sich im Herstellungsverfahren. In beiden Verfahren werden die Flüssigkeiten allerdings verdünnt und verschüttelt.

Die Mäuse wurden täglich 35 Tage lang behandelt. Anschließend wurden die Tiere noch einmal genauso lange beobachtet. Die Pfleger wussten nicht, welche Mäuse in welche Gruppe gehörten.

In vitro-Test

Außerdem wurde auch an Zellkulturen die Wirkung der Arzneien getestet:

Wieder wurden sowohl Prostata- als auch Brustkrebszellen untersucht. Diese wurden mit verschiedenen homöopathischen Arzneien „behandelt“. Dabei ergab sich Folgendes:

Nachdem Prostatazellen mit einer C100 (oder auch anderen Potenzen) Sabal serrulata behandelt wurden, zeigten sie nach 72 h eine reduzierte Vermehrungsrate(um 33% reduziert). Weder Conium noch Thuja hatten darauf eine Wirkung – auch nicht bei den Brustkrebszellen.

Ergebnisse des In vivo-Tests

Nach 10 Wochen wurden die Mäuse untersucht. In der Gruppe, die nur mit Sabal serrulata behandelt wurde, war der Prostata-Tumor nur auf 75% des unbehandelten Tumors gewachsen – also um 25% reduziertes Wachstum. In der gemischten Gruppe fiel das Ergebnis nicht so eindeutig aus.

Den vollständigen Bericht finden Sie auf journals.sagepub.com.

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Video Forschungsartikel Bläschen

Forschungsartikel Grundlagenforschung Homöopathie

Longlived submicrometric bubbles...

Bei e-vidia haben meine Mit-Dozentin Annette di Fausto und ich gemeinsam ein Video über einen Forschungsartikel erstellt. Dieser Artikel lautet: „Long lived submicrometric bubbles in very diluted alkali Halide Solutions“.  Er wurde 2012 von Eugène Duval, Sergey Adichtchev, Sergey Sirotkin und Alain Mermet in der Zeitschrift Phys. Chem. Chem. Phys veröffentlicht.

Ich erkläre in dem Video in relativ einfachen Worten und mit einer Sketchnote, worum es in diesem Artikel geht.

Das Video befindet sich auf der Seite von e-vidia.

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Neurodermitis und Vitamin D

Neurodermitis und Vitamin D

Ärzte und auch Patienten neigen oft dazu, bei der Behandlung von Neurodermitis vor allem an Salben und Cremes zu denken. Ein Artikel auf PubMed von 2012 weist jetzt darauf hin, dass auch Vitamin D-Gaben ein wichtiger Faktor in der Behandlung dieser unagenehmen Erkrankung sein können.

Zusammenfassung von: „Nahrungsergänzung durch Vitamin D in der Behandlung der Neurodermitis“

Teilnehmer der Studie:

60 Neurodermitispatienten, die zufällig in 2 Gruppen eingeteilt wurden (randomisiert, doppelblind): eine Gruppe erhielt 1600 I.E. Vitamin D, die andere Placobo. Weder Patient noch Therapeut wussten, in welche Gruppe der Patient gehörte. Der Schweregrad der Erkrankung wurde vor und nach der Behandlung vom gleichen Arzt beurteilt.

Ergebnisse der Studie:

Es zeigte sich insgesamt eine deutliche Besserung der Neurodermitis bei Patienten, die Vitamin D erhielten. Diese Besserung gab es sowohl bei Patienten mit leichter, mittlerer als auch schwerer Neurodermitis. Bei Placebo-Patienten trat dieser Effekt nicht so auf. Insgesamt besserte sich die Haut durch die orale Gabe von Vitamin D deutlich.

Folgerungen für eine homöopathische Behandlung

Offensichtlich ist es wichtig, dass auch in einer homöopathischen Therapie alternative Methdie Sonne des Südens hilft bei der natürlichen Bildung von Vitamin D, eine mögliche Hilfe bei Neurodermitisoden nicht übersehen werden. In unserer heutigen Gesellschaft halten wir uns sehr viel in Gebäuden auf, dadurch wird die Fähigkeit unseres Körpers, Vitamin D zu bilden, stark eingeschränkt. Eine Kontrolle des Vitamin D-Spiegels ist allerdings wesentlich, um beurteilen zu können, wie hohe Gaben notwendig sind und ob sie überhaupt notwendig sind. Auf jeden Fall sollten Neurodermitispatienten oder ihre Eltern darauf achten, dass sie vor allem in der warmen Jahreszeit genügend Zeit an der frischen Luft und damit an der Sonne verbringen. Vorsicht vor plötzlicher Steigerung der Sonneneinstrahlung, dann droht Sonnenbrand! Vielen Dank an Dr. H. Retzek, der mich durch seinen Blog auf diese Studie aufmerksam gemacht hat. Er hat in seiner Praxis gerade im Frühling sehr niedrige Vitamin D-Werte bei den Patienten festgestellt.