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Entscheidungen

warum fallen sie uns manchmal so schwer?

Entscheidungen begleiten unseren Alltag. Soll ich jetzt sofort aufstehen oder bleibe ich noch einen Moment liegen? Ziehe ich lieber den blauen Pullover oder das rote Shirt an? Mit welcher Aufgabe beginne ich meinen Arbeitstag? Ist diese Email später noch wichtig für mich? Das sollen nur ein paar kleine Beispiele sein, was wir in unserem täglichen Leben entscheiden müssen.

Ein Konto für Entscheidungen?

Ich habe in der letzten Zeit verschiedene Podcasts gehört, unter anderem einige von Ivan Blatter. In einem dieser Podcasts wurde – so weit ich mich erinnere – das Konzept des Entscheidungsspeichers eingeführt. Pro Tag haben wir nur eine bestimmte Menge an Entscheidungen zur Verfügung, je mehr sich der Speicher füllt, desto schwerer fällt es uns zu beschließen, was wir tun werden. Ich finde diesen Vergleich nicht schlecht, denn wer über alltägliche Kleinigkeiten immer wieder grübelt, dem fallen vielleicht auch die großen, wichtigen Entscheidungen schwer.

Was können wir dagegen tun?

Wir können die einfachen Dinge zu einer Routine machen. Wenn Du morgens immer um die gleiche Uhrzeit aufsteht, dann musst Du nicht mehr darüber nachdenken, ob Du Dich jetzt aufrappelst oder liegen bleibst. Ich bin selten so müde wie am Wochenende, nachdem ich 2 Stunden im Bett gelegen habe und alle Viertelstunde das Aufstehen vertagt habe.

Auch die Frage, was Du heute anziehst, kannst Du automatisieren. Du kannst beispielsweise am anfang einer Jahreszeit Deine Kleidungsstücke im Schrank sortieren und morgens dann einfach das nächste in der Reihe greifen. Das funktioniert natürlich bei Männern besser als bei Frauen, aber das Grundprinzip bleibt sich gleich. Du musst es ja nicht Barack Obama gleichtun und nur noch die gleiche Sorte Anzüge und Hemden tragen (er hat nur zwei Farben Anzüge, wie ich seit dem Podcast von Ivan Blatter weiß).

Frag Dich einfach, welche Aufgaben Du zur Routine machen kannst, denn auch das spart Punkte im Entscheidungsspeicher! Sobald die Morgenroutine einmal begonnen wurde, wird sie einfach abgespult, wir müssen nicht mehr darüber nachdenken. Meist musst Du in solchen Fällen einmal gründlich über Dein Problem nachdenken, langfristig sparst Du aber Energie. Welche Newsletter könntest Du beispielsweise abbestellen, um sie nicht regelmäßig löschen zu müssen?

Manchen Typen fällt es halt schwerer…

Trotzdem fällt es einigen Menschen schwerer, Entscheidungen zu treffen als anderen. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass ich solche Beobachtungen über Charakterzüge auch bei homöopathischen Arzneimitteln entdecken kann. In der Homöopathie stellen wir fest, dass Menschen, die bestimmte Charakterzüge oder Eigenschaften besitzen, zu gewissen Krankheitsbildern neigen. Unter anderem deshalb gehen wir in einer homöopathischen Anamnese so ausführlich auf die Psyche ein.

Eines der Arzneimittelbilder, bei denen ich deutliche Beziehungen zu Entscheidungsschwierigkeiten sehe, ist Anarcadium orientale. An diesem Arzneimittel kannst Du gut erkennen, warum es so wichtig ist, genau herauszuarbeiten, was einem Menschen an einer Entscheidung schwer fällt. Bei Anarcadium ist es so, dass die Menschen mit sich selbst im Widerstreit stehen. Das geht so weit, dass sie regelrecht das Gefühl haben, ein Engelchen und ein Teufelchen säßen ihnen auf der Schulter und flüsterten ihnen ihre Meinung ein.

Vielleicht gefällt Dir ja meine Sketchnote zum Thema Anacardium. Ich erstelle in der letzten Zeit gerne solche kleinen Grafiken, denn ich finde, dass Bilder meist besser im Gedächtnis hängen bleiben als Text. Homöopathen müssen sich zu den verschienen Arzneimitteln so viele Dinge merken, dass ein paar Bilder wirklich weiter helfen.

Welche Eigenheiten könnten uns daran hindern, Entscheidungen zu treffen?

  • Wenn wir einfach wankelmütig sind, uns je nach Lust und Laune anders entscheiden würden
  • Wenn wir nicht selbstsicher genug sind, um unsere Meinung auch vor anderen zu vertreten und uns daher lieber nach ihnen richten
  • Wenn uns die Fähigkeit fehlt, die Konsequenzen unserer Entscheidung wirklich zu durchdenken und wir daher unsicher sind
  • Wenn wir uns schnell ablenken lassen
  • Wenn wir mit uns selbst in Widerstreit stehen (siehe Anarcadium)

Du siehst, es ist nicht einfach damit getan zu sagen, mir fällt es schwer Entscheidungen zu treffen. Jeder Mensch ist anders und jeder hat seine eigenen Probleme damit.

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