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Homöopathie und Schmerzen im Bewegungsapparat

Bei unserem ersten Mainzer Homöopathie-Stammtisch haben wir Themenideen für zukünftige Termine gesammelt. Eine der Ideen wurde mehrfach genannt: der Bewegungsapparat. Offensichtlich stößt das Thema auf breites Interesse. Daher möchte ich vorbereitend einen Artikel hier auf meiner Homepage veröffentlichen. Weiteres beim Stammtisch im Juni.

Kann Homöopathie bei Schmerzen im Bewegungsapparat helfen?

Das ist die Frage, die Patienten meist zuerst einmal interessiert. Dabei beachten sie meist nicht, dass es ganz unterschiedliche Arten von Problemen gibt, die auch ihre ganz eigenen Antworten auf diese Frage haben.

Verletzungen

Hier hängt es vom Schweregrad der Verletzung ab. Manchmal ist eine Operation unumgänglich – beispielsweise bei einem Knochenbruch. Trotzdem kann die Homöopathie die Heilung auch in solchen Fällen unterstützen! Bei Prellungen und Blutergüssen kann das richtige homöopathische Mittel eventuell schmerzlindernd eingesetzt werden und auch den Heilungsprozess unterstützen.

Hexenschuss

In meiner Praxis habe ich schon oft beobachten können, dass das richtige homöopathische Mittel in solchen Fällen die Schmerzen zügig gelindert hat. Wichtig ist trotzdem, solche Episoden als Warnsignale zu werten: der Körper zeigt dadurch, dass irgendetwas falsch läuft und signalisiert, dass eine grundsätzliche Überprüfung der eigenen Gewohnheiten notwendig ist! Sitze ich beispielsweise den ganzen Tag am Schreibtisch und vernachlässige die Bewegung meines Rückens? Hebe ich oft falsch und erhöhe so unnötig mein Verletzungsrisiko? Wie sieht es mit der Ernährung aus?

Während ich das schreibe, fällt mir auf, dass ich ebenfalls vergessen habe, meinen Wecker zu stellen. Dieser signalisiert mir beim Arbeiten am Schreibtisch alle 25 Minuten, dass ich mich kurz bewegen sollte. Dann stehe ich auf und recke und strecke mich kurz, gieße die Blumen, öffne ein paar Fenster um zu lüften … Wenn ich diese Routine beibehalte, bin ich am Ende des Tages viel frischer als sonst.

Bandscheibenvorfall

Das ist etwas ganz anderes als ein sogenannter „Hexenschuss“. Hier ist es zu wirklichen Schäden gekommen, die ein homöopathisches Mittel nicht so einfach in Luft auflösen kann! Trotzdem kann es schmerzlindernd eingesetzt werden und die Heilung fördern, aber in solchen Fällen ist eine Mitarbeit des Patienten zwingend erforderlich! Wer hier die physiotherapeutischen Übungen vernachlässigt, wird bald erneut Probleme bekommen, auch wenn er das richtige homöopathische Mittel erhalten hat! Ein Bandscheibenvorfall ist ein Schuss vor den Bug – Dein Körper signalisiert Dir „Du musst Dich dringend regelmäßig um Deinen Rücken kümmern und ihn pflegen!“

Wenn Du einen Bandscheibenvorfall hast, musst du darauf achten, dass Dein Körper kein Schmerzgedächtnis entwickelt. Dazu dienen unter anderem die starken Schmerzmittel, die Dir Dein Arzt wahrscheinlich verschrieben hat. Trotzdem solltest Du eine homöopathische Behandlung erwägen. Nach einem Bandscheibenvorfall können homöopathische Mittel eventuell dazu beitragen, die notwendigen Schmerzmittel zu reduzieren, die ja starke Nebenwirkungen haben können.

 

 

Heilung geht nicht immer glatt

Oft ist ein Heilungsprozess turbulenter als es Dir lieb ist – so wie dieser Gebirgsfluss über Stock und Stein fliesst. Besonders problematisch ist das meist bei chronischen Erkrankungen.

Frozen Shoulder

Auch bei dieser Erkrankung, bei der der Patient plötzlich seinen Arm nicht mehr richtig heben kann und heftigste Schmerzen hat, habe ich schon mehrmals helfen können. Durch ein homöopathisches Mittel konnte so eine langwierige Therapie mit Spritzen und Physiotherapie vermieden werden.

Tennis- / Golferellenbogen

Diese Erkrankung muss nicht unbedingt durch diese Sportarten verursacht worden sein. Auch andere langanhaltende Belastungen, wie das Arbeiten am Computer, können dazu führen. Problematisch für eine homöopathische Behandlung ist hier oft, dass – außer der Belastung – nur wenige Symptome vorhanden sind. Manchmal passt eines der Standardmittel, aber längst nicht immer. Dann benötigen wir ein chronisches Mittel. Dann ist eine gründliche Anamnese notwendig. Nicht alle Patienten reagieren auf eine starke Belastung mit einem Golferellenbogen. Die Veranlagung dazu kann in einem chronischen Zustand liegen, der seine Ursache auch in emotionalen Belastungen hat. Wenn diese Belastungen durchschaut worden sind (dazu dient die chronische Anamnese), kann auch ein passendes homöopathisches Mittel gegeben werden.

rheumatoide Arthritis

Hierbei handelt es sich um eine Entzündung von Gelenken – hilfreich für eine Prognose und auch für die Einschätzung der Wirkung von Homöopathie ist hier, wenn wir den/ die Gründe für die Erkranung kennen. Je eindeutiger das geklärt ist, desto hilfreicher ist es für das Auffinden des passenden homöopathischen Mittels. Je länger die Erkrankungsdauer, desto länger auch eine eventuelle Heilung. In akuten Fällen ist daher die Prognose meist besser.

Zusätzlich kann in diesem Fall die Ernährung unterstützend wirken. Die sogenannte tierisch-eiweißfreie Kost wurde von Dr. Bruker in solchen Fällen empfohlen und sollte wenigstens einmal getestet werden.

Arthrose

Oft wird behauptet, ein Gelenk sei bereits so stark geschädigt, da „wären solche Schmerzen ja unausweichlich“. Ein großer Teil der Gelenkschmerzen beruht allerdings auf Schmerzen in der verspannten umgebenden Muskulatur. Wer Schmerz erwartet, spannt seine Muskeln zum Schutz an. Das erhöht aber langfristig den Schmerz. Ein Vermeiden der Bewegung, Schonhaltungen können Schmerzen in anderen Gelenken nach sich ziehen. Daher ist es gerade nach Gelenkverletzungen wichtig, diese Gelenke beweglich zu halten, damit es nicht zu Arthrose kommt.

 

 

 

Wie ist es denn jetzt mit der Prognose der Heilung?

Erkrankungen im Bewegungsapparat sind äußerst vielfältig – sie reichen von Verletzungen und ihrer akuten Behandlung bis hin zu Entzündungen, Autoimmunerkrankungen bis hin zu degenerativen Erkrankungen. Daher ist eine pauschale Antwort nicht möglich. In allen diesen Fällen kann ein homöopathisch arbeitender Heilpraktiker aber meist Wege aufzeigen, wie der Patient – auch jenseits der homöopathischen Behandlung – selbst zur Linderung der Schmerzen und Förderung der Heilung beitragen kann.

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