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Eine Erkältung ist in der kalten Jahreszeit nicht ungewöhnlich und wir Mütter stehen meist in Hab-Acht-Stellung, wenn ihre Kinder anfangen zu schniefen. Was geht uns da nicht alles durch den Kopf: Bronchitis und Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung – alles mögliche Komplikationen des einfachen Schnupfens. Aber Antibiotika sollten doch nur genommen werden, wenn es gar nicht anders geht, also bieten sich einfache naturheilkundliche Mittel aber auch homöopathische Medikamente an.

Zu diesem Zweck habe ich meinen Vortrag „Husten, Schnupfen, Heiserkeit“ angeboten. Er sollte vor allem Müttern einen kurzen Überblick über einige naturheilkundliche Mittel bei wichtigen Erkrankungen der oberen Atemwege bieten und auch einige homöopathische Mittel für diese Fälle vorstellen. Was kann ich selbst behandeln und wo brauche ichprofessionelle Hilfe? Bei Fragen bezüglich der Anregungen in diesem Artikel wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Heilpraktiker!

Schnupfen

Der einfache Schnupfen ist eigentlich nicht behandlungsbedürftig, wären da nicht die möglichen Folgen. Wenn unser Kind in der Vergangenheit beispielsweise häufig Mittelohrentzündungen hatte, muss ich auf eine gute Belüftung der Nase achten. Also werde ich in diesem Falle eher früher zu einem Nasenspray greifen. Achtung: Nasensprays können bei längerer Anwendung das Gegenteil des gewünschten Effektes bewirken – sie können dann die Schleimhäute anschwellen lassen! Also nie zu lange verwenden!

  • Bei laufender Nase habe ich gute Erfahrungen mit verdünntem Zitronensaft gemacht: Im Verhältnis 1:3 mit Wasser mischen und in die Nase hochziehen
  • bei verstopfter Nase eignen sich Bepanthen-Nasensalbe oder Sesamöl meiner Erfahrung nach sehr gut – sowie Nasensprays wie Rhinomer

Achtung – alle diese Anwendungen sollten nur einige Tage erfolgen. Sollten die Beschwerden dann noch nicht abgeklungen sein, suchen Sie bitte unbedingt einen erfahrenen Therapeuten (Arzt oder Heilpraktiker) auf.

Achten Sie auf die Farbe und die Konsistenz des Schnupfens: wässriger, klarer Ausfluss ist meist unproblematischer als grüngelbliche Absonderungen.

Ohrenschmerzen

Kinder mit Ohrenschmerzen sind meist sehr, sehr quengelig und äußerst anstrengend für ihre Eltern. Daher kann ich alle Eltern verstehen, die möglichst schnell Erleichterung für ihr Kind wünschen. Wie sollen sie sonst in der Nacht schlafen können?

Folgende Informationen sind direkt aus den AWMF-Leitlinien für Ohrenschmerzen übernommen: „Bei Patienten ohne Risikofaktoren mit einer unkomplizierten akuten Otitis media sollte zunächst eine symptomatische Behandlung mit systemischer Analgetikagabe durch geführt und auf die sofortige antibiotische Therapie verzichtet werden. Bei Kleinkindern ist die Indikationsstellung je nach Alter und Diagnosesicherheit spezifisch zu stellen.“

Bezüglich der Schmerzen heißt es in der Leitlinie: „Die sofortige Verabreichung von Antibiotika hat keinen Einfluss auf die Schmerzen innerhalb der ersten 24 Stunden. Der Nutzen eines Antibiotikums ist nur bezüglich der Schmerzen ab dem 2. Behandlungstag in geringem Maße nachgewiesen.“

Ohrenschmerzen und Erkältung, ein Überblick über 4 homöopathische Mittel

Diese Mindmap ist nicht als Behandlungsempfehlung gedacht. Sie benötigen auf jeden Fall noch weitere Informationen zu den Arzneien! Sie ist als Überblick gedacht, welche Dinge zu bedenken sind bei der Wahl eines homöopathischen Mittels bei Ohrenschmerzen.

Gerade bei Ohrenschmerzen kann daher die Gabe eines homöopathischen Mittels eine gute Wahl sein. Das richtig gewählte homöopathische Mittel kann bei Erkältung mit Ohrenschmerzen meiner Erfahrung nach oft schnell den Schmerz lindern und viel zum Heilen des Infektes beitragen. Folgende Mittel lassen sich in der Praxis gut zu Hause anwenden: Aconitum, Belladonna, Chamomilla und Pulsatilla. Diese stelle ich während des Vortrags vor. Wenn Sie weitere Informationen dazu benötigen, fragen Sie Ihren Homöopathen. Auf dieser Internetseite kann ich keine Behandlungsempfehlungen dazu bereitstellen, das wäre unseriös.

Nasennebenhöhlenentzündung

Wenn Sie den Verdacht auf eine solche Sinusitis (so heißt das in der medizinischen Fachsprache) haben, sollten Sie unbedingt einen erfahrenen Therapeuten (Arzt oder Heilpraktiker) aufsuchen. Ich habe Ihnen eine Mindmap erstellt, in der Sie die wichtigsten Symptome einer solchen Entzündung erkennen können.

In akuten Fällen handelt es sich meist um eine bereits längere Zeit anhaltende Infektion der oberen Atemwege – meist Schnupfen und anhaltender Husten und jetzt kommen Schmerzen im Gesicht (Zähne, Wange oder Stirn) hinzu. In solchen Fällen liegt der Verdacht nahe, dass die Nasennebenhöhlen betroffen sind. Sorgen Sie jetzt unbedingt für eine freie Nase, sonst kann das Sekret nicht abfließen!

langandauernde Erkältung - woran erkenne ich eine Nasennebenhöhlenentzündung?

Nasennebenhöhlenentzündung erkennen

Was können Sie eventuell zusätzlich tun?

  • Rotlicht
  • Wärme – eine Kartoffelpackung speichert die Wärme und kann helfen – Achtung, nicht zu heiß auflegen!
  • Kälte – eine Quarkpackung kann lindern

Husten

Je nachdem wo der Husten sitzt, kann er bei einer Erkältung ein großes Problem darstellen oder eher zu vernachlässigen sein. Wenn die Bronchien oder die Lunge betroffen sind, sollten Sie auf jeden Fall einen erfahrenen Therapeuten hinzuziehen.

Wann eignet sich Homöopathie bei Husten?

Es gibt hunderte verschiedener Hustenarten, nicht nur Husten mit und ohne Auswurf. Daher gibt es auch eine Vielzahl an homöopathischen Mitteln, die bei Husten eingesetzt werden können. Nur wenn deutliche Symptome vorliegen, kann ein solcher Husten auch gut homöopathisch behandelt werden. Was sind gute Symptome?

  • Auslöser – z.B. nach Schwitzen in die Kälte gegangen
  • wann ist der Husten schlimmer? nachts im Bett, tagsüber, im warmen Zimmer, draußen, …
  • wie hört er sich an?
  • wo sitzt der Husten?
  • Auswurf? Farbe? Geschmack?
  • weitere Symptome einer Erkältung?

Also fragen Sie sich: gibt es gute Symptome? Dann lohnt sich eine homöopathische Behandlung. Wenn der behandelnde Homöopath den Patienten schon kennt, ist es für ihn eventuell leichter das passende Mittel zu finden, da er ja zusätzliche Informationen hat. Das Überstehen eines solchen Infektes kann langfristig positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Also – gut beobachten und dann: nur Mut!

Was kann ich bei einer Erkältung zusätzlich tun?

Ich empfehle meinen Patienten aus meiner Erfahrung heraus Folgendes: Lassen Sie während der Erkältung Milchprodukte weg! Meist verringert das die Schleimbildung und erleichtert die Heilung. Trinken sie viel!

So tun Sie eine ganze Menge für Ihre Gesundheit!