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Das heutige (01.03.2016) Tagesthema des Radiosenders SWR3 ist das Pendeln. Die Autoren des Artikels (dieser Link ist mittlerweile nicht mehr aktiv) erläutern, dass besonders lange Fahrten ein großer Stressfaktor sind. Dies wurde mit Hilfe von Puls- und Blutdruckmessungen während der morgendlichen Anreise zum Arbeitsplatz getestet.

Pendeln mit dem Zug – wie kann ich den Stress reduzieren?

Mir fällt bei diesem Experiment auf, dass die Testperson anscheinend keine routinierte Zugfahrerin ist.

  • Wer daran gewöhnt ist, immer zur gleichen Zeit aus dem Haus und zum Bahnhof zu gehen, außerdem immer einen kleinen Zeitpuffer einplant, ist durch die festgelegte Abfahrtszeit des Zuges nicht gestresst. Routine, Routine, Routine ist die Antwort auf den morgendlichen Zeitdruck. Der Vorteil: sobald man es um die festgelegte Uhrzeit aus dem Haus geschafft hat, fällt der Druck ab, denn man weiß sofort, man wird den Zug erreichen.
  • Wer jeden Morgen mit den gleichen Leuten am Bahnhof steht, findet schnell bekannte Gesichter. Warum nicht ein paar Pendelbekanntschaften schließen? So können Sie ein paar Worte wechseln, sich eine Weile unterhalten, aber auch schweigen, wenn Ihnen mehr danach ist.
  • Suchen Sie sich den passenden Zeitvertreib für die Zugfahrt. Bedenken Sie dabei, dass dieser Zeitvertreib nicht zu zusätzlichem Ärger führen darf! Wenn Sie sich darüber ärgern, dass Sie ein schweres Buch tragen müssen, wäre anderer Lesestoff vielleicht die bessere Wahl. Wenn Sie das Hörbuch wegen der Fahrtgeräusche nicht richtig verstehen können, investieren Sie vielleicht in bessere Kopfhörer, usw. Finden Sie heraus, was Sie entspannt und gestalten Sie diese Tätigkeit so angenehm wie möglich, damit Sie sich auf die Fahrt nach Hause freuen können. Wenn Sie mit dem Auto pendeln, sollten Sie selbstverständlich darauf achten, dass Sie nicht vom Verkehr abgelenkt werden!
  • Volle Züge sind anstrengend. Testen Sie, zu welchen Zeiten und an welchen Stellen des Zuges Sie sicher einen Sitzplatz finden, damit Sie es sich gemütlich machen können.
  • Wenn Sie einen Anschlusszug oder -bus erwischen müssen, planen Sie Verspätungen ein. Wenn Sie Termine so planen, dass Sie pünktlich im Büro sein müssen, ist der Zeitdruck und damit der Stress vorprogrammiert. Sollte es trotzdem zu gravierenden Verspätungen kommen, rufen Sie zeitig im Büro an und informieren Sie die Kollegen darüber. Wenn diese wissen, wo Sie sind und wann Sie da sein werden, fühlen auch Sie sich nicht so gestresst.
  • Die Autorin des Artikels erwähnt, dass Schlafforscher davon abraten, länger als 20 min tagsüber zu schlafen. Die Homöopathie zeigt mir, dass es Menschen gibt, die überall und in jeder Situation scheinbar schlafen können und sich danach auch deutlich besser fühlen; das sind aber längst nicht alle Menschen. Wer Schlafprobleme hat, sollte tagsüber kein Nickerchen machen.
  • Die Testperson musste am Ende zum Büro laufen, da sie den Bus verpasst hatte. Wenn es nicht den Zeitdruck gegeben hätte, dann hätte sie ihre Fahrt ganz entspannt angehen können, auch die Verspätung wäre kein Problem gewesen, denn: sie wusste ja, falls sie den Bus verpasst, kann sie laufen! Planen Sie also mögliche Verspätungen ein und freuen Sie sich, wenn alles ohne Schwierigkeiten klappt!