Yoga und Selbstbewusstsein

Was haben Yoga und Selbstbewusstsein miteinander zu tun? Bei Yoga – langsamem Yoga – geht es unter anderm darum, dass Du Dich Deiner eigenen Bewegungen, Deiner Reaktionen bewusst wirst und sie wahrnimmst. Es geht darum, ein Körpergefühl für Dich selbst zu entwickeln. Für Yoga musst du Dir Zeit nehmen. Es muss Dir wichtig genug sein – Du musst Dir wichtig genug sein.

Ich bin mir wichtig

Nur wenn Du Dir selbst wichtig genug bist, entscheidest Du Dich dazu, Yoga zu praktizieren. Vielleicht ist es zuerst nur eine Laune, eine Modeerscheinung, eventuell auch der Rat eines Arztes oder Physiotherapeuten, die Dich dazu gebracht haben, es mit Yoga einmal zu versuchen. Wer weiß, vielleicht haben ja auch meine Ratschläge in diesem Blog und auf Facebook den Anstoß dazu gegeben… Wenn Du weiterhin dabei bleibst, musst Du Dich bewusst dazu entscheiden, dass Yoga Dir gut tut und dass Du wichtig genug bist, um eine gewisse Zeit nur mit Dir selbst zu verbringen. Bei Yoga gibt es keine Ablenkung. Es gibt nur Dich und Deinen Körper. Nimm Dir Zeit dazu!

Ich nehme mir Zeit für mich, Zeit für Yoga

Wenn Du Dir bewusst Zeit für Dich nimmst tust Du bereits sehr viel für Dich. Du entscheidest Dich dafür, dass andere Anforderungen an Dich jetzt zurückstehen müssen. Für 20 Minuten, eine halbe oder ganze Stunde, vielleicht sogar für 90 Minuten bist nur Du wichtig. Egal ob Du Yoga in einem Yogastudio oder zu Hause praktizierst, Du nimmst Dir bewusst diese Zeit für Dich.

  • Wenn Du eine Mutter mit kleinen Kindern bist, brauchst Du manchmal ein wenig Zeit für Dich: Ruhe und Stille, keine Anforderungen, die an Dich gestellt werden.

  • Wenn Du berufstätig bist, lässt Du Dich sicher oft nach der Arbeit nur noch aufs Sofa sinken, weil Du nicht mehr die Energie hast, mehr zu tun. Vielleicht wäre eine ruhige Runde Abendyoga aber genau der richtige Ausgleich, um den Stress des Tages loszulassen?

  • Wenn Du selbstständig bist, kennst Du das – nie lässt der Beruf Dich los. Du bist ständig in Gedanken mit Deiner Arbeit beschäftigt. Nimm dir doch eine wirkliche Pause, bei der Du Dir bewusst Zeit für Dich nimmst und Dir selbst bewusst wirst.

  • Bestimmt hast Du Deine ganz eigenen Gründe, Dir einmal bewusst Zeit für Dich zu nehmen und eventuell Yoga zu praktizieren.

 

Achtsamkeit – was hat Yoga damit zu tun?

Wenn Du langsames Yoga praktizierst, wirst Du Dir Deiner selbst bewusst.

Du achtest auf Dich und wie Du Dich fühlst. Du gehst in die Stille und nimmst einfach nur wahr, wenn Du eine Stellung hältst. Diese Momente sind ungemein wichtig für Dein Selbstbewusstsein, denn Du nimmst Dich selbst wahr in diesem Augenblick!

 

Bei vielen anderen Sportarten gibt es Ablenkungen – viele joggen beispielsweise mit Kopfhörern im Ohr, sie konzentrieren sich nicht auf sich, sondern auf Musik oder ein Hörbuch. Immer wenn der Wettkampf im Mittelpunkt steht, fehlt Dir die Zeit, Dich auf Dich selbst zu besinnen – Du versuchst zwar Grenzen zu überschreiten, Dich zu verbessern, jedoch die Achtsamkeit fehlt. Gerade diese tut aber Deinem Selbstbewusstsein gut.

Welches Yoga ist für mich richtig?

Bei Yoga gibt es viele Arten, da ist bestimmt auch für Dich etwas dabei. Welche Art von Yoga Du praktizieren möchtest, hängt davon ab, worauf es Dir ankommt. Wenn es Dir wichtig ist, Dich mehr Deines Körpers bewusst zu werden, solltest Du eine langsame Form von Yoga praktizieren. Dabei gibt es verschiedene meiner Meinung nach besonders dazu geeignete Formen:

  • Iyengar

  • Anusara – wenn es langsam genug ausgeführt wird

  • Kundalini

  • Hatha-Yoga – wenn die Stellungen lange genug gehalten werden

  • Yin Yoga

  • Faszien-Yoga

Probiere alle einmal aus – am besten unter Anleitung eines erfahrenen Yogalehrers. Einen ersten Eindruck kannst Du bei yogaeasy.de gewinnen. Ich selbst liebe diese Videos für meine tägliche Yogapraxis.

Worauf sollte ich achten, wenn ich Yoga praktiziere?

Wichtig ist immer, dass Du Dich nicht überforderst. Wenn Du bei den langsamen Yogaformen auf Deinen Körper hörst, wirst Du merken, wenn Du eine Grenze erreichst. Beim Yoga geht es nicht darum, Grenzen zu überschreiten, sondern sie wahrzunehmen und zuzulassen.

Körpergefühl

Wenn Du genau das machst, entwickelst Du mit der Zeit ein wesentlich besseres Gefühl für Deinen Körper. Du spürst besser, was Dein Körper, Deine Muskeln brauchen. Dieses Gefühl wird Dich bald auch im Alltag

begleiten. Du wirst merken, wenn Du nicht mehr so aufrecht sitzt oder stehst und es dann so korrigieren, wie Du es aus Deiner Yogapraxis kennst. Du wirst rechtzeitig merken, wenn Du neue Beschwerden entwickelst und kannst mit Yoga oder beispielsweise Homöopathie etwas dagegen tun.

Bewusste Bewegungen

Wenn Du eine der oben erwähnten Yogaformen ausübst, wirst Du ein Gefühl dafür entwickeln, wie Du Bewegungen ausführen solltest, damit sie Deinem Körper gut tun. Du wirst gute Angewohnheiten entwickeln und beispielsweise rückenschonender arbeiten. Wenn Du bei Bewegungen darauf achtest, wie sie sich in Deinem Körper anfühlen, kannst Du auch dann wenn Du krank bist, besser wahrnehmen was Dir dann gut tun würde. Du bist ja daran gewöhnt, die Reaktionen Deines Körpers bewusst wahrzunehmen.

Fazit: Wie hilft Yoga Deinem Selbstbewusstsein?

Yoga hilft Dir, ein besseres Gefühl für Deinen Körper zu entwickeln und dann auch im Alltag besser wahrzunehmen, was Dir gut tut und was nicht. Nur so kannst Du eventuell auch Grenzen setzen für andere und für Dich selbst, damit Du Deine Leistungsgrenze nicht überschreitest. Das alles stärkt Dein Selbstbewusstsein, denn Du bist Deiner selbst und Deiner Grenzen und Fähigkeiten mehr bewusst.

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