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Ein Bandscheibenvorfall kommt – auch in meiner Praxis – immer häufiger vor. Folgende Fragen stellen mir Patienten immer wieder:

  • Wie kann ich vorbeugen,
  • was kann ich im akuten Fall tun und
  • wie kann ich chronische Folgen, d.h. Schmerzen verhindern?

Bandscheibenvorfall – wie kann ich verhindern, dass es dazu kommt?

Hier spielen 4 Faktoren eine große Rolle:

  • Bewegung
  • Haltung
  • Unfälle, v.a. falsches Heben
  • Ernährung

Bewegen Sie sich und Ihren Rücken!

Wir Menschen des 21. Jahrhunderts halten unseren Rücken, v.a. beim Sitzen den ganzen Tag über in der gleichen Haltung fixiert. Es gibt kaum etwas schlimmeres für unsere Bandscheiben.

Bandscheiben sind wie Schwämme

Sie sind die Polster, die beim Bewegen der Wirbelsäule in alle Richtungen gedrückt und massiert werden sollen. Durch den Wechsel aus Pressen und Entspannen werden die Bandscheiben ernährt. Sie sind wie Schwämme, die nach dem Drücken bei der Ausdehnung Flüssigkeit und damit Nährstoffe aus ihrer Umgebung aufnehmen. Die Abfallstoffe können sie wieder abgeben, wenn sie erneut gedrückt werden.

Wenn dieser ständige Wechsel fehlt, weil die Wirbelsäule den ganzen Tag in der gleichen Haltung verharrt, werden die Bandscheiben nicht optimal ernährt. Sie können dann spröde werden – ein Bandscheibenvorfall droht.

Bewegung in alle Richtungen

Wichtig ist die häufige Bewegung der Wirbelsäule in alle Bewegungsrichtungen. Dies wird sehr schön in einem YouTube-Video von Karl-Heinz Costin demonstriert, in dem er eine 3-minütige Übungspraxis für die Bewegung der Wirbelsäule in alle Richtungen vorstellt.

Bewahren Sie eine gute Haltung!

Stellen Sie einmal fest, welche Haltungen Sie häufig am Tag für längere Zeit einnehmen. Dazu dürfen Sie sich natürlich nicht selbst belügen. Auch das Lümmeln auf der Couch gehört dazu, nicht nur die Arbeit am Schreibtisch. Zu welchen Postitionen neigen Sie?

Fotos zur Beurteilung der Haltung

Fotografieren Sie sich einmal in diesen Haltungen und spüren Sie selbst, welche Muskeln dabei besonders angespannt sind. Sie sollten sich auch einmal im Stehen von der Seite und von vorne fotografieren lassen – bitte nehmen Sie dabei die Haltung ein, die Sie sonst auch einnehmen, nicht die, von der Sie wissen, dass Sie sie einnehmen sollten!

Dann betrachten Sie Ihre Fotos oder besprechen Sie sie mit Ihrem Therapeuten. Oft sehen Sie selbst ganz leicht, was Sie falsch machen. Wichtig ist, dass Sie eine für Sie angenehme Alternative finden, die für Sie durchführbar ist.

Verheben Sie sich nicht!

Sie sind kein kran!

Wenn Sie sich beim Heben schwerer Lasten mit geradem Rücken vorbeugen und die Beine gestreckt halten, verhalten Sie sich wie ein Kran. Sie sind aber kein Kran! Sie können die Wirbelsäule deutlich entlasten, wenn Sie beim Heben in die Knie gehen und Ihren Rücken aufgerichtet halten. Dann ist der Hebel beim Heben längst nicht so groß und Sie können die Last nah am Körper wesentlich besser anheben.

Wenn Sie essen, ernähren Sie auch Ihre Bandscheiben!

Ihre Bandscheiben können mit Hilfe des Pressens und Dehnens zwar Nährstoffe aufnehmen, diese müssen aber über die Nahrung zugeführt werden. Eine vitalstoffreiche Vollwertkost bietet Ihnen alle Mikronährstoffe, die Ihr Körper und damit auch Ihre Bandscheiben, benötigen. Damit tragen Sie sehr viel zur Prävention von chronischen Schmerzen bei.

Wie kann die Homöopathie helfen?

Die Homöopathie kann bei Rückenschmerzen hilfreich sein, wichtig ist aber, dass die anderen Faktoren darüber nicht vergessen werden! Wenn eine Schmerzlinderung erreicht wurde, geraten tägliche Rückenübungen gerne in Vergessenheit. Das darf nicht sein, denn Medikamente können hier nur lindern, nicht die Ursachen von Schmerzen beseitigen!