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Wechseljahre und Homöopathie

Wechseljahre und Homöopathie

Wechseljahre und Homöopathie

Die Wechseljahre sind eine Zeit des Umbruchs im Leben einer Frau. Alles verändert sich. Einige haben damit wenig Probleme, andere werden regelrecht aus der Bahn geworfen. Wie geht es Dir damit? Hast Du vielleicht schon darüber nachgedacht, homöopathische Hilfe zu suchen? In diesem Artikel möchte ich Dir ein wenig bei dieser Entscheidung helfen und dir noch andere, weiterführende Tipps geben.

Was sind die Wechseljahre?

In unserem Leben gibt es eine vorbestimmte Zeit, die für die Fortpflanzung bestimmt ist: die Zeit zwischen der Pubertät mit der ersten Menstruation und der letzten Menstruation, der Menopause. Unser Körper hat dafür einen bestimmten Vorrat an Eizellen vorbereitet, der irgendwann aufgebraucht ist. Das ist die natürliche Grenze unserer Fruchtbarkeit. In unserer fruchtbaren Zeit durchlaufen wir jeden Monat einen Zyklus der Vorbereitung auf ein neues Leben, jeden Monat ist eine Schwangerschaft möglich oder das alte Nest (die zusätzlich aufgebaute Gebärmutterschleimhaut) wird abgebaut und gereinigt. Bei diesem Kreislauf der Frau helfen uns verschiedene Hormone und diese beeinflussen nicht nur unsere Fortpflanzungsorgane, sondern unseren gesamten Körper.

Wenn also gegen Ende unserer fruchtbaren Phase dieser Kreislauf der Hormone ebenfalls zur Neige geht, müssen wir uns an diese veränderten Bedingungen gewöhnen. Viele Frauen haben keine großen Beschwerden während dieser Zeit. Ein gewisser Anteil hat aber heftige Probleme mit der Umstellung und es kommt zu den typischen Wechseljahrsbeschwerden, wie

  • Hitzewallungen
  • Schlafstörungen
  • Gewichtszunahme
  • trockener Haut
  • usw.

Nicht immer lässt die Hormonproduktion langsam nach, manchmal kommt es auch zu einer regelrechten „Torschlusspanik“, wenn mehrere Eizellen gemeinsam reifen (daher auch die höhere Wahrscheinlichkeit für Zwillingsgeburten bei älteren Frauen), so dass alles noch mehr aus den Fugen gerät. Üblicherweise gibt es in den Wechseljahren auch eine Phase, in der das Östrogen längere Zeit deutlich dominiert. Je nachdem, wie Du dich an diesen veränderten Hormonspiegel anpassen kannst, wie gut du ihn zulassen kannst, treten dann Anpassungsprobleme auf, die sich in den oben genannten Beschwerden äußern.

Veränderte Lebenssituation

Oft trägt die drastische Veränderung unseres Lebens noch zusätzlich zu unseren Anpassungsschwierigkeiten bei. Etwa 30 Jahre lang haben wir unser Leben oft zu einem großen Teil unseren Nachkommen gewidmet. Wir haben eigene Ziele und Wünsche hintenan gestellt und statt dessen dafür gesorgt, dass „unsere Kinder es gut haben würden“. Meist gehen die Wechseljahre einher mit dem Flüggewerden dieser Kinder. Sie verlassen das Nest, das wir so lange liebevoll gepflegt haben und uns fehlt jetzt oft ein neuer Sinn im Leben. Wer früher in einer Großfamilie lebte, hatte damit keine Probleme – das Dasein als Mutter ging damals oft nahtlos in ein Leben als Oma über, die sich zur Unterstützung der jungen Familie um die nächste Generation kümmerte. Heutzutage fehlt oft schon die räumliche Nähe, Großeltern sehen ihre Enkel nicht täglich, sondern nur noch zu bestimmten Anlässen und sind längst nicht mehr so in den Alltag der Familien eingebunden.

Eine Frau in den Wechseljahren braucht heute umso mehr einen neuen Sinn im Leben. Wenn ich mir so ansehe, wer in unserer Heilpraktikerschule e-vidia an unserem Homöopathiekurs teilnimmt, sehe ich oft Frauen in diesem Alter – sie suchen vielleicht einen neuen Sinn und das ist gut so. Ihr gesamtes Leben muss neu ausgerichtet werden und eine neue Richtung erhalten. Oft verändert sich auch die Partnerschaft zu dieser Zeit – wenn sich die Frau verändert, wird auch die Beziehung sich neu ausrichten müssen. Manchmal scheitert das und die Ehe geht auseinander. Mit solchen Konflikten bin ich oft konfrontiert, wenn Frauen in den Wechseljahren zu mir kommen. Die körperlichen Beschwerden sind meist nur die Spitze des Eisbergs, die emotionalen Konflikte müssen erst an die Oberfläche geholt werden, damit die Frauen sie bearbeiten können.

 

Was kann bei den Beschwerden helfen?

Ich habe auf der Seite von Yogaeasy.de einen schönen Artikel zu diesem Thema gefunden, bei dem auch Du sicher ein paar Empfehlungen für Dich finden kannst. Yoga kann Dich mehr ins Gleichgewicht bringen, wir können uns darüber unser selbst mehr bewusst werden, wie ich in einem anderen Artikel geschrieben habe. Natürlich eignen sich viele andere Tipps, die ich an anderer Stelle gegeben habe, ebenfalls dazu, sie in dieser Zeit des Umbruchs zu versuchen: Lies Dir dazu beispielsweise meinen Artikel über Schlafstörungen durch.

Nicht nur das Lebensziel müssen wir neu finden, auch den eigenen inneren Rhythmus. Dabei kann uns ein monatlicher Rückzug für ein paar Tage helfen, in denen wir den Alltag Alltag sein lassen und uns mehr auf uns selbst konzentrieren. Ein bis zwei Wellness-Tage im Monat, kombiniert mit ein wenig Yoga und Meditation können manchmal Wunder wirken.

 

Wie kann Homöopathie in den Wechseljahren helfen?

Es gibt ein paar homöopathische Arzneien, die, aufgrund positiver Erfahrungen von Generationen von Homöopathen, vor allem in den Wechseljahren eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem

  • Amylenum nitrosum, ein relativ unbekanntes Mittel, das besonders bei speziellen Hitzewallungen seinen Anwendungsbereich hat
  • Sepia – eine Arznei mit großem Hormonbezug
  • Lachesis – ein Mittel, welches gerade im Klimakterium oft angezeigt ist.

Natürlich sind das längst nicht alle Arzneien, die in den Wechseljahren hilfreich sein könnten. Es handelt sich hier auch nicht um Behandlungsempfehlungen, sondern nur um Beispiele, welche Arzneien gerade in dieser Zeit passen könnten. Bei der Wahl eines passenden homöopathischen Mittels sind gerade in den Wechseljahren so viele Aspekte zu berücksichtigen, dass die Gabe einer Arznei ohne ausführliche Erstanamnese eigentlich unmöglich ist. In diesem etwa 2stündigen Gespräch können zusätzlich zu den körperlichen Beschwerden die emotionalen Probleme und das Beziehungsgeflecht genau besprochen werden. Selbstverständlich gehen die Erkenntnisse daraus auch in die Wahl des passenden homöopathischen Mittels ein. Es ist nun einmal ein Unterschied, ob eine Frau in dieser Phase ihres Lebens extrem eifersüchtig wird, eher gleichgültig gegenüber ihrer Familie oder unter enormen Stimmungsschwankungen leidet. All diese Extreme sprechen für unterschiedliche homöopathische Arzneien. wie erfolgreich ihre Gabe ist, muss dann noch abgewartet werden. Solltest Du es aber einmal versuchen wollen, würde ich mich um einen Termin für ein Kennenlerngespräch freuen.

 

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Epilepsie – Was ist das eigentlich?

Epilepsie - was ist das eigentlich?

Bild von C. Clark [Public domain], via Wikimedia Commons

Epilepsie ist wie Gewitter im Kopf. Das ist ein guter Vergleich, den ich im Podcast von WDR5 Leonardo vom 12.02.2018 hören konnte. Viele Menschen haben nur eine unklare Vorstellung von dieser schwerwiegenden Erkrankung. Das möchte dieser Radiobeitrag ändern und ich gebe diese Informationen gerne weiter.

Bei Epilepsie handelt es sich nicht unbedingt um einen sogenannten „Grand Mal-Anfall“, bei dem der ganze Körper, Arme und Beine zucken und um sich schlagen und treten. Es gibt auch ganz andere epileptische Anfälle, bei denen die Menschen nur kurz abwesend sind und dann mit dem fortfahren, was sie vorher getan haben. Unter anderem muss daher bei ADS-Verdacht immer kontrolliert werden, ob das Fehlen der Konzentration vielleicht auf solche sogenannte Absencen zurückgeht.

Grand Mal-Anfälle

Diese epileptischen Anfälle sehen so aus, wie sich wohl die meisten Menschen ein solches „Anfallsleiden“ vorstellen. Der Mensch beginnt plötzlich zu zucken – das geht manchmal von einer Hand oder einem Bein aus, manchmal bricht er aber auch zusammen und zuckt dann mit sämtlichen Gliedmaßen. Dabei kann er sich unter anderem auch einnässen (die Kontrolle über die Blase geht eventuell verloren). Oft findet sich Schaum vor dem Mund, manchmal kann es sogar zu einem Zungenbiss kommen, vor allem zu Beginn. Ich habe ein schönes Video von einem gespielten Grand Mal-Anfall gefunden, bei dem vor allem auch gezeigt wird, welche Hilfe Umstehende bei einer solchen Situation geben können.

Sollten Sie sich in eine homöopathische Behandlung begeben wollen, wenn Sie an Epilepsie leiden, ist es hilfreich, wenn Sie zur Anamnese ein Video eines solchen Anfalls mitbringen. Lassen Sie auch von Familienangehörigen beschreiben, wie ein solcher Anfall typischerweise bei Ihnen aussieht. Auf folgende Dinge sollten Sie unter anderem dabei achten:

  • wo beginnt der Anfall?
  • wodurch werden sie ausgelöst?
  • Empfindungen dabei oder vorher?
  • verdrehen sich die Augen? Wohin?
  • Zuckungen oder Verkrampfungen? Welche Körperteile?
  • Wie lange dauert er?
  • Schläft der Patient anschließend? Wie lange?

Diese Informationen können auch Neurologen beim Einordnen der Epilepsie helfen.

 

Dieses Video zeigt sehr schön notwendige Maßnahmen bei einem epileptischen Anfall.

Fokale Anfälle

Manchmal zuckt nur ein Arm oder ein Bein längere Zeit ohne das der Patient das kontrollieren kann. Auch das kann ein epileptischer Anfall sein. Er ist in solchen Fällen auf ein kleineres Gebiet im Gehirn beschränkt.

Absencen

Im zweiten Video sehen wir die unauffällige Variante der Epilepsie: die Absencen. Ein Mädchen hat dieses Video online gestellt, in dem es mit sich selbst spricht und offensichtlich immer wieder kurzzeitig abwesend ist. Diese Phasen sind durch „Seizure“ gekennzeichnet. In diesen Augenblicken hat sie kurze Absencen. Sie verliert dann den Faden, sagt selbst, dass „ihr Gehirn nicht funktioniert“.

Solche Anfälle sind schwer wahrzunehmen. Vor allem, wenn sie nicht so gehäuft auftreten wie bei diesem Mädchen. Andere Menschen sagen dann oft „das Kind ist verträumt, unkonzentriert, unaufmerksam“ und fordern es auf, sich doch zusammenzureißen. Dabei kann ein Mensch, der unter Absencen leidet (oft Kinder) nicht kontrollieren, wann sie auftreten. Sie treten unwillkürlich auf.

Wann ist eine homöopathische Behandlung von Epilepsie sinnvoll?

Nicht immer gelingt es, durch konventionelle Medikamente eine Epilepsie „gut einzustellen“, d.h. den Patienten weitgehend von Anfällen zu befreien. In solchen Fällen kann ein homöopathisches Mittel unterstützen. Manchmal sind die Nebenwirkungen der Arzneien so stark, dass über Alternativen nachgedacht werden muss. Vielleicht soll einfach eine zusätzliche Unterstützung gesucht werden. Dann kann eine klassische homöopathische Behandlung eine gute Wahl sein.

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Buchempfehlung Synoptic Key

C. M. Boger: Synoptic Key zur homöopathischen Materia Medica

Buchempfehlung für das Modul I Hausapotheke und Akutbehandlung bei e-vidia

Im Homöopathiekurs Hausapotheke und Akutbehandlung bei e-vidia verwenden wir ab dem 2. Monat Bogers Synoptic Key. Dieses Buch ist ein kondensiertes Repertorium, eine Arzneimittellehre voller wichtiger Informationen und ein tolles Nachschlagewerk. Ohne vernünftige Einführung ist es allerdings relativ schwer zu verwenden. Daher werden wir in unserem Homöopathiekurs eine solche Einführung geben, damit die Teilnehmer gleich voll in die homöopathische Akutbehandlung einsteigen können.

Teile von Bogers Synoptic Key

Analysis

Dieser Teil ist das äußerst kompakte Repertorium des Buches. Hier geht es nicht darum, alle möglichen Arzneien zu finden, die für eine bestimmte Beschwerde passen könnten, sondern die (nach Bogers Erfahrung) häufigsten Arzneien, die für dieses Problem passen könnten. Dabei sind Rubriken oft sehr allgemein gefasst und können auf verschiedene Art und Weise aufgefasst werden.

Beispiel:

LUMBALREGION

kann mehr sein als nur eine Rubrik für Rückenschmerzen. Hier könnten auch ausstrahlende Beschwerden von der Niere abgebildet werden, es kann sich hier um eine allgemeine Schwäche in diesem Bereich handeln mit großer Anfälligkeit für Beschwerden.

Es gibt einige relativ spezielle Rubriken, wie

KEHLKOPF UND LUFTRÖHRE – FASST sich an den

aber auch Rubriken wie

UMSTÄNDE VON VERSCHLIMMERUNG UND BESSERUNG – ABSONDERUNGEN, etc. Amel.

eine Rubrik, die nach Bogers Auffassung relativ weit gefasst ist. Hier können beispielsweise bei Lachesis die Menstruationsblutung, aber auch der Redefluss dazu gehören, wie auch bei Pulsatilla reichliches Weinen, was ebenfalls bessert.

Die Arbeit mit Bogers Synoptic Key erfordert gründliches Kennenlernen dieses Repertoriums. Im Kurs Hausapotheke und Akutbehandlung werden wir nach dem ersten Monat, der rein der Anwendung von 20 Arzneien in akuten Situationen gewidmet ist, die Anwendung dieses Buches üben. Wir werden Fälle besprechen und live im Kurs bearbeiten, was mit einem so knappen Repertorium glücklicherweise längst nicht so lange dauert wie das oft bei dickeren Büchern der Fall ist. Allerdings muss allen Teilnehmern klar sein, dass sich nicht jeder Fall auf diese Weise lösen lässt. Gerade in akuten Situationen, wenn Schnelligkeit auch wichtig ist, kann es aber unersetzlich sein. Ich selbst setze es für solche Situationen schon seit Jahren ein.

 

Synopse

Dieser Teil enthält zum einen eine gewichtete Auflistung der wesentlichen Wirkbereiche der Arzneien, als auch die wichtigsten Modalitäten (Umstände, die verschlechtern oder bessern), ebenfalls je nach Wichtigkeit gekennzeichnet. Anschließend folgt eine äußerst knappe Zusammenfassung der wesentlichen Aspekte, die diese Arznei beeinflussen kann, sowie wichtige Symptome von Kopf bis Fuß. All dies ist auf das Wesentliche des Wesentlichen beschränkt und mit eigenen Erfahrungen von C. M. Boger aus jahrzehntelange Praxis gespickt.

Ergänzungsregister

Hier finden wir, wie der Name schon sagt, ein alphabeteisches Register, es beschränkt sich aber nicht nur darauf. Boger hat hier auch eine ganze Menge Geheimtipps versteckt, Arzneien, deren Wirkungsbereich oft sehr speziell auf einen Bereich beschränkt ist, die hier besonders vermerkt sind. Es sind Arzneien, die zwar für ein bestimmtes Problem nicht besonders häufig vorkommen, wenn dieses Problem aber besonders ausgeprägt ist, kann gerade eine solche spezielle Arznei eventuell die Lösung sein. Hier hat Boger Informationen versteckt, die er sich selbst merken wollte, damit er dann, wenn er es benötigen sollte, darauf zugreifen könnte.

Fazit

Bogers Synoptic Key ist ein tolles Buch für den erfahrenen Homöopathen, aber auch für Einsteiger, die sich über den Vergleich von Arzneien Materia Medica-Kenntnisse erwerben wollen. Wer weiß, wie er damit umzugehen hat, kann mit diesem kompakten Buch viele gute homöopathische Verschreibungen finden.

Wichtiger Tipp: Nur die Neuübersetzung von Jens Ahlbrecht enthält die originale Struktur, in der anderen Übersetzung gehen wichtige Informationen verloren.

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Kann homöopathische Behandlung vor Krebs schützen?

Kann Homöopathie vor Krebs schützen?

Menschen, die sich schon lange Jahre homöopathisch behandeln lassen, haben oft das Gefühl, dass sie diese Behandlung vor allen möglichen schweren Erkrankungen wie Krebs schützen könne. Sie fühlen sich immer gesünder, sind oft ausgeglichener und sind sich daher sicher, dass sie keine schweren Erkrankungen, wie Krebs bekommen könnten. Trotzdem wollen sie meist sicher gehen und stellen mir daher in der Praxis oft die Frage: „Schützt Homöopathie vor Krebs?„. Leider muss ich diese Hoffnung enttäuschen. Homöopathie kann nicht vor Krebs und auch nicht vor anderen schweren Erkrankungen schützen.

Warum kann Homöopathie nicht vor Krebs schützen?

Auch wenn sich Patienten subjektiv besser fühlen, die Beschwerden, die sie lange plagten abgenommen haben und sie einfach das Gefühl haben richtig gesund zu sein, können sie schleichende Prozesse übersehen. Gerade Krebs ist eine Erkrankung, die durch viele Einflüsse gefördert werden kann, Einflüsse, die wir oft übersehen und die wir erst bemerken, wenn es zu spät ist. In der Rückschau erzählen Patienten dann sehr wohl davon, dass sie schon lange Zeit das eine oder andere Anzeichen bemerkt haben, diese seien ihnen aber unwichtig erschienen. Das lässt sich einfach nicht mit absoluter Sicherheit vermeiden.

Natürlich ist eine bessere Gesundheit, ein allgemeines Wohlbefinden und insgesamt Ausgeglichenheit ein guter Schutz vor schweren chronischen Erkrankungen. Wirklich sicheren Schutz davor gibt es aber nicht. Schleichende Prozesse zu erkennen, gelingt am besten durch ehrliches Ergründen von Problemen. Ganz besonders wichtig ist es in diesem Zusammenhang, sich nicht nur selbst zu behandeln, sondern einen objektiven Gegenüber zu haben, der eventuelle Anzeichen beurteilen kann. Wir Menschen neigen dazu, unsere Augen vor möglichen Gefahren, wenn diese nicht unmittelbar sondern eher langfristig sind, zu verschließen. Daher ist der objektive Behandler so wichtig.

In diesem Zusammenhang ist es natürlich ganz besonders wichtig, dass der behandelnde Homöopath auch wirklich alle möglichen Informationen erhält. Oft speichern Patienten den Homöopathen gedanklich als den „Therapeuten für die Kopfschmerzen“ ab und vergessen, dass Menstruationsbeschwerden ebenso homöopathisch behandelt werden könnten. Ganz besonders gilt das für kleinere Beschwerden, die als Trivialitäten abgetan werden und ihren Wert eventuell erst viel später erhalten, wenn klar wird, dass sie Anzeichen für einen schleichenden Prozess waren. Ehrlichkeit dem Behandler gegenüber ist hier ungemein wichtig.

Krebs ist ein multifaktorielles Geschehen

Ernährung

Die heutige Ernährung unterscheidet sich in vielen Fällen sehr von der in den vergangenen Jahrhunderten. Wir leben oft von industriell gefertigter Kost, die mit vielen künstlichen Aroma- und Zusatzstoffen angereichert ist und häufig eine ganze Menge Zucker enthält. Meiner Meinung nach ist das schädlich für uns und wir sollten uns bemühen, so weit wie möglich auf diese zu verzichten und lieber auf echte Lebensmittel zurückgreifen. Der Trend zu Rohkost zeigt hier gute Wege auf, allerdings sollte auch hier frisch entscheidend sein. Ein Smoothie der bereits einen Tag im Regal des Supermarktes steht, ist eben nicht mehr frisch. So schwierig ist es doch nicht, ein paar Obst- und Gemüsestücke in einen Mixer zu schmeißen und alles zu einem cremigen Getränk zu vermischen!

Ich persönlich empfehle meinen Patienten gerne die sogenannte vitalstoffreiche Vollwertkost, die ich selbst schon lange Jahre schätze und seit knapp 20 Jahren praktiziere. Ich bin davon überzeugt, dass sie dazu beiträgt, meine Gesundheit zu erhalten.

Psyche

Wer in seinem Alltag ständig negativen Einflüssen ausgesetzt ist, wie einer zerbrechenden Beziehung, Mobbing am Arbeitsplatz, Geldsorgen, Sorgen um Familienangehörige, Trauer usw. fühlt sich belastet. Wer an solchen Dingen tragen muss, kann durchaus langfristige Folgen erleiden. Meiner Erfahrung nach hat Krebs fast immer belastende psychische Faktoren in der Vorgeschichte. Diese dürfen bei einer homöopathischen oder auch einer anderen Behandlung nicht übersehen werden. Anhaltende Belastungen können auch trotz guter Behandlung üble Folgen haben, da sollten wir uns nicht in Sicherheit wiegen. Unser Umgang mit diesen Faktoren kann aber darüber entscheiden, ob sie zu einem gesundheitlichen Problem werden oder nicht. Sport, Meditation, Yoga, kreative Tätigkeiten, Gespräche, … all dies kann zu einer besseren Verarbeitung und dem Lösen von Spannungen beitragen.

Umwelteinflüsse

In unserer heutigen Gesellschaft sind wir von so vielen negativen Einflüssen umgeben, dass wir ihnen kaum ausweichen können. Wo wir sie erkennen, können wir versuchen sie zu meiden, wo das nicht möglich ist, müssen wir eben damit leben.

Fazit

Eine gute homöopathische Behandlung kann eine gute Vorraussetzung für anhaltende Gesundheit bieten. Wir sollten aber nie aus dem Auge verlieren, dass verschiedene Einflüsse diese Gesundheit untergraben können und dass wir sie daher nie für selbstverständlich annehmen sollten. Anhaltende Gesundheit bis ins hohe Alter ist ein hohes Gut, für das wir selbst so einiges tun müssen.

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In vivo-Versuch zu Prostatakrebs

In vivo-Versuch zu Prostatakrebs

In vivo-Studie zu Prostatakrebs

In vivo-Studien sind nicht das selbe wie In vitro-Studien, daher fühlte ich mich beim genaueren Lesen des Artikels zuerst abgestoßen. Allerdings fand ich die Ergebnisse so interessant, dass ich doch wenigstens etwas mehr über sie herausfinden wollte. Mäusen wurden Krebszellen (Prostata- oder Brustkrebs) eingepflanzt. Dann wurden sie in mehrere Kontrollgruppen eingeteilt und jeweils auf unterschiedliche Art und Weise behandelt. Diese Behandlung erfolgte mit Hilfe von homöopathischen Hochpotenzen. Interessant ist, dass durch das Mittel Sabal serrulata ein deutlicher Effekt auf die Prostatakrebszellen zu verzeichnen war.

Vorbereitung der Studie

Die Mäuse erhielten entweder mit Prostata- oder Brustkrebszellen injiziert. Anschließend wurden sie in 5 Gruppen eingeteilt:

  • Gruppe 1 wurde gar nicht behandelt, sie wurden nur gewogen und das Tumorwachstum wurde gemessen
  • Gruppe 2 wurde mit auf C200 potenziertem Wasser behandelt (nach Hahnemanns Methode) – sie erhilten 100 Mikroliter davon.
  • Gruppe 3 wurde mit Sabal serrulata C200 behandelt (100 Mikroliter nach Hahnemanns Methode potenziert)
  • Gruppe 4 wurde mit einem Zyklus verschiedener homöopathischer Mittel therapiert:
    Tag 1: Thuja C1000 (Korsakoff-Potenz)
    Tag 2: Conium C1000 (Korsakoff-Potenz)
    Tag 3: Sabal serrulata C200 (Hahnemann-Potenz)
    Tag 4: Thuja C1000 (Korsakoff-Potenz)
    Tag 5: Conium C1000 (Korsakoff-Potenz)
    Tag 6: Sabal serrulata C200 (Hahnemann-Potenz)
    Tag 7: Carcinosinum C1000 (Korsakoff-Potenz)
    Die Hahnemann- und Korsakoff-Potenzen unterscheiden sich im Herstellungsverfahren. In beiden Verfahren werden die Flüssigkeiten allerdings verdünnt und verschüttelt.

Die Mäuse wurden täglich 35 Tage lang behandelt. Anschließend wurden die Tiere noch einmal genauso lange beobachtet. Die Pfleger wussten nicht, welche Mäuse in welche Gruppe gehörten.

In vitro-Test

Außerdem wurde auch an Zellkulturen die Wirkung der Arzneien getestet:

Wieder wurden sowohl Prostata- als auch Brustkrebszellen untersucht. Diese wurden mit verschiedenen homöopathischen Arzneien „behandelt“. Dabei ergab sich Folgendes:

Nachdem Prostatazellen mit einer C100 (oder auch anderen Potenzen) Sabal serrulata behandelt wurden, zeigten sie nach 72 h eine reduzierte Vermehrungsrate(um 33% reduziert). Weder Conium noch Thuja hatten darauf eine Wirkung – auch nicht bei den Brustkrebszellen.

Ergebnisse des In vivo-Tests

Nach 10 Wochen wurden die Mäuse untersucht. In der Gruppe, die nur mit Sabal serrulata behandelt wurde, war der Prostata-Tumor nur auf 75% des unbehandelten Tumors gewachsen – also um 25% reduziertes Wachstum. In der gemischten Gruppe fiel das Ergebnis nicht so eindeutig aus.

Den vollständigen Bericht finden Sie auf journals.sagepub.com.

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Video Forschungsartikel Bläschen

Forschungsartikel Grundlagenforschung Homöopathie

Longlived submicrometric bubbles...

Bei e-vidia haben meine Mit-Dozentin Annette di Fausto und ich gemeinsam ein Video über einen Forschungsartikel erstellt. Dieser Artikel lautet: „Long lived submicrometric bubbles in very diluted alkali Halide Solutions“.  Er wurde 2012 von Eugène Duval, Sergey Adichtchev, Sergey Sirotkin und Alain Mermet in der Zeitschrift Phys. Chem. Chem. Phys veröffentlicht.

Ich erkläre in dem Video in relativ einfachen Worten und mit einer Sketchnote, worum es in diesem Artikel geht.

Das Video befindet sich auf der Seite von e-vidia.

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