Vitalstoffreiche Vollwertkost

Richtlienien und Grundregeln für die Vitalstoffreiche Vollwertkost

Was ist die Vitalstoffreiche Vollwertkost?

Die Vitalstoffreiche Vollwertkost ist eine Ernährungsform für den Alltag. Sie eignet sich für gesunde Menschen für die tägliche Ernährung. Ihr Ziel ist es, dem Körper möglichst viele sogenannte Vitalstoffe zu liefern. Dazu zählen

  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Faserstoffe – besser bekannt als Ballaststoffe

Diese Stoffe sind unglaublich wichtig für unser Leben, ohne sie ist ein gesunder Stoffwechsel nicht möglich. Zwar leiden wir in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr unter extremen Mangelzuständen, wie Skorbut oder Rachitis, aber schleichende Mangelzustände können uns auch schaden. Das versuchen wir mit der vitalstoffreichen Vollwertkost zu verhindern. Sie ist – meiner Meinung nach – einfach durchzuführen und eignet sich für alle grundsätzlich gesunden Menschen.

Woraus besteht die Vitalstoffreiche Vollwertkost?

Auf diesem Bild können wir die Grundsätze der vitalstoffreichen Vollwertkost erkennen. Dr. Bruker, einer der Pioniere der Behandlung mittels Ernährung hat sie wunderbar einfach zusammengefasst:

4 Dinge meiden:

  • Fabrikzucker
  • Auszugsmehl
  • fabrikatorische Fette
  • Säfte für Magenkranke

4 Dinge essen:

  • Vollkornbrot und Vollkornprodukte
  • Frischkorngericht
  • naturbelassene Fette
  • Obst und Gemüse als Frischkost (möglichst 2/3 davon Gemüse)

Was ist Fabrikzucker?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um fabrikatorisch hergestellte Zuckerarten. Alles, was nicht genau so in der Natur vorkommt, fällt darunter. Einige Zuckerarten sind intensiver behandelt als andere, aber alle haben einen großen Nachteil: sie süßen so stark, dass der Körper darauf mit einem starken Anstieg des Blutzuckerspiegels reagiert.

Unter die Fabrikzuckerarten fallen unter anderem Haushaltszucker, Rohrohrzucker, aber auch andere Stoffe, die nicht offensichtlich sind, wie Ahornsirup oder Apfeldicksaft. Ich bin der Meinung, wir sollten generell vom starken Süßen wegkommen. Ein schöner Trend ist die Zucker-Frei-Bewegung, die sich in der letzten Zeit entwickelt hat. Auf der Seite von Hannah Frey finden sich sehr differenzierte Beurteilungen von verschiedenen Zuckerarten, die ich wirklich sinnvoll finde. Außerdem hat sie eine unglaublich ausführliche Liste der Zuckerarten, die Sie sich einmal durchlesen sollten.

Was ist Auszugsmehl?

Hier in Deutschland haben wir Kennzeichnungen der Ausmahlungsgrade der Mehlsorten. Das bedeutet, dass durch die Zahlen 405 oder 1050 ausgedrückt wird, wieviel Stoffe zusätzlich zum Stärkekern im Mehl enthalten sind. Die Zahl drückt nämlich aus, was übrigbleibt, wenn das Mehl verbrannt wird. Dieser Ascherest ist um so größer, je mehr von den Randschichten und vom Keimling im Mehl enthalten war. Also: je höher die Zahl, desto vollwertiger das Mehl. Dabei müssen wir allerdings bedenken, dass für jede Mehlsorte wieder eigene Zahlen gelten. Diese finden wir in einer sogenannten Mehltypen-Tabelle. Beachten Sie die unterschiedlich hohen Werte der einzelnen Mehlsorten. Alle Mehle, die nicht die höchsten Werte haben, zählen zu den Auszugsmehlen.

Fabrikatorische Fette

Hierzu zähle ich Margarine und raffinierte Öle. Die schädlichen Auswirkungen von raffinierten Fetten werden in einem Artikel von „Zentrum der Gesundheit“ recht gut erläutert. Ich selbst verwende in meinem Haushalt keine Margarine und achte bei den Ölen darauf, dass sie auf jeden Fall kaltgepresst sind. Schwierig wird es nur, wenn „pflanzliche Fette“ auf der Zutatenliste steht. Da können wir davon ausgehen, dass es sich um minderwertige Fette handelt. Oft werden hier auch Palmfette verwendet, die für mich auch vom ökologischen Standpunkt her nicht in Frage kommen.

Säfte

„Warum um alles in der Welt soll ich keine Säfte trinken?“ fragen Sie sich jetzt sicherlich. Dazu gibt es mehrere Gründe. Zum einen kann es durch das Trinken von Säften zu Problemen mit der Verträglichkeit von Vollwertkost kommen. Gerade Menschen mit Magenproblemen sollten das beachten. Außerdem lässt auch Saft den Blutzuckerspiegel ansteigen. Apfelschorle als Alltagsgetränke schickt unseren Blutzuckerspiegel auf eine regelrechte Achterbahnfahrt. Ab und zu bei gesellschaftlichen Anlässen (Parties beispielsweise) sind Säfte dem Alkohol sicher vorzuziehen, aber nicht als Alltagsgetränk.

Wir trinken in unserer Familie Wasser, gerne auch durch Zitronenscheiben aromatisiert, Kräuter- und Früchtetees – natürlich verschiedene Sorten. Wir wollen uns ja schließlich nicht mit großen Mengen Kräutertee überdosieren.

Kaffee und schwarzer Tee zählen für mich übrigens zu den Genußmitteln und nicht zu den Getränken. Daher gibt es sie bei uns nur in Ausnahmefällen.

Vollkornbrot und Vollkornprodukte

Nicht jedes dunkle Brot ist ein Vollkornbrot, auch wenn es vielleicht so aussieht. Meist hat es einfach einen gewissen Roggenanteil. Auch Brote mit Körnern sind nicht unbedingt Vollkornbrote, auch wenn sie sicher einen gewissen Mehrwert bieten. Am besten ist es, wenn Vollkornmehl direkt vor dem Backen frisch gemahlen wird. Das ist gar nicht so einfach zu gewährleisten, denn das bedeutet riesige Mengen Korn, die jeden Morgen früh durch die Mühle gejagt werden müssen. Das macht Arbeit und eine ganze Menge Krach, was sich nicht jeder Bäcker leisten kann.

Vor einigen Jahren habe ich sämtliche Vollwertbäcker, die mir in Mainz bekannt waren, abtelefoniert und fand einen einzigen, der immerhin das Roggenmehl frisch gemahlen hat. Das gilt meines Wissens noch immer. Aber die anderen Mehlsorten werden nicht frisch gemahlen.

Daher ziehe ich es vor, mein Brot selbst zu backen. So weiß ich genau, was darin enthalten ist. Außerdem ist es nicht allzu viel Arbeit, sobald man die Arbeitsabläufe intus hat und sie in den eigenen Alltag integrieren kann. Wichtig ist genug Zeit zum Gehen des Sauerteiges einzuplanen. Und für die Gelegenheiten, bei denen diese Zeit fehlt, gibt es ja noch ein Hefebrot oder Brötchen. Auch die schmecken lecker.

Frischkorngericht

Dieses Rezept enthält eine reichliche Portion Obst (eventuell auch eine pürierte oder geriebene Karotte) aber vor allem Getreideschrot, der am Tag vorher mit Wasser angerührt wurde und dann über Nacht stehen konnte. Dadurch kommen ähnliche Prozesse in Gang wie beim Sauerteig. Das Getreide wird besser verdaulich und wir können die vielen guten Vitalstoffe besser aufnehmen. Fett kommt durch einen Klecks Sahne dazu, sowie durch ein paar Nüsse. So können wir sämtliche Vitamine gut ausnutzen. Gerade jetzt, in der Zwetschgen-Zeit füge ich noch ein wenig Zimt hinzu – Lecker!

Naturbelassene Fette

Hierzu zählt die Butter, wir verwenden besonders gerne die Sauerrahmbutter. Außerdem benutzen wir noch verschiedene hochwertige Öle, allen voran natürlich das Olivenöl. Ich achte hier darauf, dass es möglichst hochwertig ist und wechsele immer mal wieder ab. Jedes schmeckt anders.

Gerade im Salat füge ich gerne einen Schuss Leinöl hinzu. Dieses Öl hat eine Menge gesundheitlicher Vorteile, unter anderem enthält besonders viele Omega-3-Fettsäuren. Aber auch andere Öle benutze ich immer wieder einmal. Abwechslung ist für unsere Gesundheit und für den Spaß am Essen wichtig!

Obst und Gemüse als Frischkost

Obst essen wir ja schon morgens im Frischkorngericht. Daher sollten wir über den Tag verteilt noch eine größere Menge Gemüse, meist als Salat, zu uns nehmen. Am besten geht das, indem wir vor jeder Mahlzeit einen Salat essen. Einige Salate kann man auch schon vorher vorbereiten. Die halten sich dann auch mal zwei Tage. Wenn beispielsweise ein Weißkrautsalat und ein Karottensalat im Kühlschrank stehen, fällt es nicht schwer, der Empfehlung „Frischkost vor der gekochten Mahlzeit“ zu folgen.

Außerdem ist es so leicht, Abwechslung in Ihre Mahlzeiten zu bringen. Hier kann die Faustregel „zwei Gemüsesorten, die über und zwei die unter der Erde gewachsen sind“ helfen. So gibt es automatisch unterschiedliche Sorten in Ihren Salaten.

Wann kann ich mich nach diesen Regeln ernähren?

Sie können sich an diese Richtlinien halten, wenn Sie keine Probleme mit Lebensmitteln haben, die hierbei empfohlen werden. Im Beitrag über Ernährungsberatung finden Sie erste Anhaltspunkte, wann strengere Diäten sinnvoll sind. Natürlich müssen Sie bei Erkrankungen, bei denen Sie beispielsweise mit Gluten Schwierigkeiten haben, auch das beachten! Im Zweifelsfalle machen Sie einfach einen persönlichen Termin mit mir aus. Ich biete auch kostenfreie, kurze Kennenlerngespräche an, in denen wir gemeinsam innerhalb von etwa 15 min feststellen können, ob sich eine Behandlung in meiner Praxis für Sie eignet.

Welche Vorteile hat diese Ernährungsform?

Durch das viele Obst und Gemüse, sowie das volle Korn sorgen Sie dafür, dass Sie viel Abwechslung in Ihre Ernährung bringen. Das hilft Ihnen, alle notwendigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aufzunehmen und Ihre Gesundheit zu verbessern.

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